Saarbrücken, 16. Juli 2020. Die Corona-Pandemie hat viele Menschen im Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen auf eine psychische Belastungsprobe gestellt. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach gab mehr als jeder zweite Befragte an, sich durch die aktuelle Corona-Situation gestresst zu fühlen. Hierbei empfand die Mehrheit der Interviewten an Saar, Rhein und Main die sozialen Kontakteinschränkungen als größte Belastung. 79 Prozent der Befragten gaben an, vor allem persönliche Treffen mit Verwandten und Freunden zu vermissen. Die Angst, dass Angehörige oder Freunde an Corona erkranken könnten, wurde als zweithäufigste Sorge genannt (62 Prozent). 

Jeder Zweite fürchtet ökonomische Folgen

Mehr als jeden zweiten Befragten der drei Bundesländer (56 Prozent) belastet die Angst vor einem Zusammenbruch der Wirtschaft. Für 45 Prozent stellten Kita- und Schulschließungen eine große Herausforderung dar. Auffällig ist, dass die Angst, sich selbst mit dem Corona-Virus zu infizieren, eine vergleichsweise geringe Rolle unter den Belastungsfaktoren spielt (28 Prozent).

Digitale Kommunikation mildert Kontakteinschränkungen

"Viele Menschen haben während der Corona-Pandemie digitale Wege genutzt, um trotz der Einschränkungen in Kontakt zu bleiben, sowohl beruflich als auch privat", sagt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. Tatsächlich gaben vier von zehn Befragten im Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen an, beruflich häufiger per Videochat in Kontakt zu treten. Privat nutzte laut der Forsa-Umfrage knapp ein Drittel nun öfter als vor der Pandemie die Möglichkeit, sich via Videochat auszutauschen.

Spazierengehen liegt wieder im Trend

Durch die Einschränkungen während des sogenannten "Lockdown" verbrachten die Menschen den Großteil ihrer Zeit zu Hause. Das nutzte nahezu die Hälfte der Befragten (48 Prozent), um Wohnung, Garten und Balkon auf Vordermann zu bringen oder aufgeschobene Dinge zu erledigen, wie etwa den Keller aufzuräumen (46 Prozent). Zu den Tätigkeiten, die während der Pandemie wieder verstärkt im Trend liegen, gehört auch das Spazierengehen (43 Prozent). Videospielen oder Social-Media-Aktivitäten gingen lediglich 18 Prozent der Saarländer, Rheinland-Pfälzer und Hessen nach.

Hinweis für die Redaktion

Für die repräsentative Forsa-Umfrage wurden im Mai 2020 im Auftrag der TK 1.000 Menschen befragt.