Kiel, 7. April 2022. Deutliche Unterschiede bei den Fehlzeiten in Schleswig-Holsteins Landkreisen und kreisfreien Städten: Mit durchschnittlich 18,86 Fehltagen hatten die Menschen in Ostholstein im Jahr 2021 die meisten Fehltage. Im Kreis Pinneberg blieben die Erwerbspersonen dagegen nur durchschnittlich 14,26 Tage krankheitsbedingt zu Hause - sprich fast 25 Prozent weniger. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) in Schleswig-Holstein.

Im landesweiten Vergleich lagen neben Pinneberg auch die Kreise Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde und Stormarn unter dem Landesdurchschnitt von 16,12 Fehltagen. Dieser ist im Jahr 2021 im Vergleich zu den Vorjahren landesweit zurückgegangen (2020: 16,71 Tage; 2019: 17,02 Tage;). Eine Ausnahme stellen die Stadt Neumünster sowie der Kreis Ostholstein dar. Diese verzeichnen einen leichten Anstieg der Fehltage von 2020 zu 2021. Dennoch sind die Menschen dort in 2021 durchschnittlich seltener krankheitsbedingt zu Hause geblieben als in 2019 (NMS 2019: 17,62 Tage; OH 2019: 19,22 Tage).

Fehl­­tage in den Kreisen und kreis­freien Städten in Schles­wig-Holstein 2021

Die meisten Fehltage gab es im Kreis Ostholstein, die wenigsten im Kreis Pinneberg.

Weniger Erkältungskrankheiten aufgrund Hygiene-Regelungen

Eine mögliche Erklärung für die sinkenden Fehltage könnte laut Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein, die Corona-Pandemie liefern: "Die Hygiene-Regelungen haben dafür gesorgt, dass weniger Menschen in Schleswig-Holstein aufgrund von Erkältungskrankheiten krankgeschrieben waren und damit auch insgesamt seltener zu Hause bleiben mussten." Im Schnitt gingen im vergangenen Jahr 1,59 Fehltage auf das Konto von Grippe und Co. Zum Vergleich: 2019 waren es 2,43 Tage.

Hinweis für die Redaktion

Weitere Informationen zum Thema Krankenstand in Schleswig-Holstein finden Sie im Länderreport Schleswig-Holstein 2022 . Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreport 2022. Grundlage dafür bilden die rund 513.000 TK-Versicherten in Schleswig-Holstein, Stand März 2022.