Berlin, 22. März 2019. Der Krankenstand in Berlin hat sich laut dem TK-Gesundheitsreport minimal von 4,46 auf 4,49 Prozent erhöht. Berliner Erwerbspersonen fehlten im vergangenen Jahr durchschnittlich 16,4 Tage wegen Krankheit bei der Arbeit (Vorjahr: 16,3 Tage). Psychische Störungen bleiben Hauptursache von Krankschreibungen: Durchschnittlich 3,29 Fehltage pro erwerbstätigem Versicherten gingen auf deren Konto (2017: 3,19 Tage).

Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin und Brandenburg: "Erneut sind die Fehlzeiten wegen psychischer Krankheiten in Berlin angestiegen. Das ist ein deutliches Signal, dass viele Menschen in ihrem Alltag hohen Anforderungen ausgesetzt sind. Diese sind natürlich nicht immer zu verhindern. Um aber besser mit ihnen umgehen zu können, braucht es auch individuelle digitale Angebote."

So bietet die TK unter anderem ein BurnoutCoaching, bei dem auch Techniken geübt werden, mit denen Stress vermieden werden kann. Für Versicherte mit psychischen Problemen gibt es eine zusammen mit der Freien Universität Berlin entwickelte Online-Beratung zur Behandlung von Depressionen: Der TK-DepressionsCoach verbindet die klassische Psychotherapie mit den Vorteilen neuer Medien.

Anstieg bei Atemwegserkrankungen

Bei den Fehltagen des Jahres 2018 gab es den stärksten Anstieg bei den Atemwegserkrankungen. Sie waren 2018 statistisch gesehen für 2,83 Fehltage pro Berliner TK-Versichertem verantwortlich - 2017 waren es noch 2,67 Fehltage. Dies ist vor allem der stärkeren Grippewelle Anfang 2018 zuzuschreiben. Der dritte große Faktor sind die Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 2,66 Fehltagen Hier ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen - im Jahr zuvor waren es noch 2,78 Fehltage.

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2019, der im Sommer erscheint. Grundlagen bilden die bei der TK versicherten Erwerbspersonen. In Berlin sind das etwa 392.000. Dazu gehören sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie Empfänger des Arbeitslosengeldes I.