Magdeburg, 18. Juni 2019. Die Zahl der psychisch bedingten Fehltage ist in den vergangenen zehn Jahren in Sachsen-Anhalt deutlich stärker angestiegen als im Bundesdurchschnitt. Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) unter Berufung auf Daten des TK-Gesundheitsreportes. Danach entfielen im vergangenen Jahr zwischen Arendsee und Zeitz auf jeweils 100 bei der Kasse versicherte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte beziehungsweise Arbeitslosengeld- I-Empfänger 295 entsprechende Fehltage. Der Bundeswert lag bei 277 Tagen.  

Im Jahr 2008 hatte die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen mit 124 Tagen je 100 Versicherte in Sachsen-Anhalt noch weit unter dem deutschlandweiten Vergleichswert von 170 Fehltagen gelegen. Damit erhöhte sich innerhalb einer Dekade die Zahl der entsprechenden Krankheitstage bundesweit um 63 Prozent. In Sachsen-Anhalt fiel der Anstieg mit einem Plus von 138 Prozent mehr als doppelt so hoch aus.

Anmerkung für die Redaktionen:

Für den Gesundheitsreport 2019 wertete die TK die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der rund 5,16 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen aus. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Mehr als 65.000 davon hatten ihren Wohnsitz in Sachsen-Anhalt.

Die Daten aller TK-Gesundheitsreporte , darunter auch die  Länderreporte für einzelne Bundesländer, stehen online unter tk.de zur Verfügung.