Hamburg, 4. Februar 2021. Trotz Corona sind die krankheitsbedingten Fehlzeiten in Hamburg im vergangenen Jahr insgesamt leicht gesunken. Durchschnittlich 14,8 Tage waren die bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbspersonen in Hamburg 2020 krankgeschrieben (2019: 15,2 Tage). Damit liegt Hamburg unter dem bundesweiten Schnitt von rund 15,1 Fehltagen. Auch der Krankenstand lag mit 4,05 Prozent leicht unter dem Wert des Vorjahres (2019: 4,17 Prozent). "Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Hamburg besonders Infektions- und Erkältungskrankheiten deutlich zurückgegangen", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg. "Eine Erklärung hierfür könnten die verschärften Abstands- und Hygieneregeln während der Pandemie sein."

Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen besonders hoch

Besonders auffällig bleiben bei den Hamburger:innen die hohen Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen. Mit 3,6 Krankheitstagen pro Versichertem und Jahr liegen sie sogar etwas höher als im Vorjahr (2019: 3,5). Im bundesweiten Vergleich sind die Fehlzeiten in Hamburg aufgrund einer entsprechenden Diagnose sogar um mehr als ein Fünftel höher. Am zweithäufigsten fehlten TK-versicherte Erwerbspersonen in der Hansestadt wegen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (zum Beispiel Rückenbeschwerden) mit 2,3 Tagen pro Kopf, gefolgt von Krankheiten des Atmungssystems mit 2,1 Tagen pro Kopf.

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2021. Grundlage dafür bilden die rund 5,4 Millionen bei der TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfänger) - davon rund 246.300 in Hamburg.