Die Datenbasis über den Gesundheitszustand der Bevölkerung und die Situation im Gesundheitswesen haben sich in den letzten Jahren ohne Zweifel deutlich verbessert. Gerade auch durch die Thüringer Analysen zu Bedeutung und Struktur des Sozial- und Gesundheitswesens und zum künftigen Fachkräftebedarf.

Dennoch gibt es in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes wie des Landes weiterhin Lücken und stark veraltete Daten. So ist es bei der Bedeutung des Themas völlig inakzeptabel, dass die aktuellste Pflegestatistik Anfang September 2018 auf Zahlen aus dem Jahr 2015 beruht und nur alle zwei Jahre aktualisiert wird.

In anderen Bereichen können aktuelle Daten nicht so mit anderen Erkenntnissen verknüpft werden, wie dies notwendig wäre, um etwa die Arbeitsunfähigkeitsquoten oder Hospitalisierungsraten seriös analysieren zu können.

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Guido Dressel

Nicht zuletzt betrifft das die Versorgungsplanung. Bisher laufen zum Beispiel ambulante und stationäre Abrechnungsdaten und Sicherstellungsgrundsätze meist sektoral getrennt nebeneinander her. Für die Versorgung der Bevölkerung notwendigen Strukturen müssen verstärkt übergreifend geplant werden.

In der Gesundheitsberichterstattung gibt es weiterhin Lücken und stark veraltete Daten.
Guido Dressel

Da künftig auch regionale Unterschiede stärker Berücksichtigung finden werden, muss zudem über Datenbereitstellung jenseits der bisherigen Raster (Bundesland, Landkreise) nachgedacht werden. Mittels einer besseren Zustands- und Bedarfserhebung können konkrete Interventionen passgenauer vorbereitet und deren Wirksamkeit analysiert werden, zum Beispiel im Präventionsbereich.

Ansprechpartnerin Presse

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