Stuttgart, 1. Februar 2019. Aufgrund der heftigen Erkältungswelle zu Beginn des Jahres ist der Krankenstand in Baden-Württemberg 2018 gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 3,48 Prozent gestiegen. Trotzdem waren die Erwerbspersonen im Land deutlich weniger krank als anderswo.

12,7 Tage fehlten die rund 575.000 bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbstätigen aus Baden-Württemberg im Durchschnitt. Zum Vergleich: Der Bundesschnitt liegt bei 15,5 Fehltagen, in Mecklenburg-Vorpommern fehlten Erwerbspersonen sogar volle 20 Tage. 

Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung: "Traditionell haben wir im Winter zwei Erkältungswellen - eine im November und eine in der zweiten Februarhälfte. Der Krankenstand hängt vor allem davon ab, wie stark diese ausfallen. 2018 ging gut jeder sechste Fehltag auf Schnupfen, Grippe und Co zurück." Das entspricht einem Anstieg von fast neun Prozent allein bei den Atemwegserkrankungen. 

Mit 2,23 Fehltagen pro Kopf waren diese 2018 die Hauptursache für Krankschreibungen, knapp vor Psychischen und Verhaltensstörungen (2,22 Tage) und Krankheiten des Muskel-Skelettsystems (2,13 Tage). Während im Bereich Muskel-Skelett-Erkrankungen, zu denen beispielsweise Rückenschmerzen gehören, weniger Fehltage gemeldet wurden, sind die psychisch bedingten Fehlzeiten im Vergleich zum Vorjahr erneut um 2,9 Prozent gestiegen.

Vogt sieht hier die Arbeitgeber in der Pflicht: "Wir wissen inzwischen, dass auch eine ungesunde Arbeitskultur das Risiko für chronische Krankheiten und langfristige Abwesenheiten erhöht. Daraus resultieren wiederum hohe finanzielle Belastungen sowohl für das Gesundheitssystem als auch für das Unternehmen selbst." 

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2019, der im Frühjahr erscheint. Grundlagen bilden 5,2 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen, davon rund 575.000 mit Wohnsitz in Baden-Württemberg. Dazu gehören sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie Empfänger des Arbeitslosengeldes I.

Die ausführliche Gesundheitsberichterstattung der Techniker finden Interessierte unter www.tk.de/gesundheitsreport.