Kiel, 26. Februar 2019. Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen stehen mit 3,19 Fehltagen unter den Ursachen für eine Krankschreibung in Schleswig-Holstein auf dem ersten Platz. Das geht aus den aktuellen Vorabdaten des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Damit landen die Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 3,05 Fehltagen das erste Mal seit Langem auf Rang zwei der Ursachen für eine Arbeitsunfähigkeit im Norden. An dritter Stelle folgen Krankheiten des Atmungssystems wie beispielsweise Erkältungen mit 2,61 Tagen. 

Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung, sieht bei Beschwerden, die auf Stress oder unzureichende Bewegung zurückgehen, neben den Beschäftigten auch die Arbeitgeber in der Pflicht: "Umfragen zeigen, dass die Arbeit viele Menschen nicht nur körperlich sondern auch psychisch belastet. Belastung ist aber immer ein Zusammenspiel mehrerer Einflussfaktoren wie zum Beispiel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf." Für die Prävention seelischer Erkrankungen sei es deshalb wichtig, Rahmenbedingungen für eine flexible Arbeitsorganisation schaffen, die den Bedürfnissen der Beschäftigten gerecht werden.

Leichter Anstieg der Fehltage 

Durchschnittlich 16,9 Tage waren die rund 235.000 bei der TK in Schleswig-Holstein versicherten Erwerbspersonen im vergangenen Jahr krankgeschrieben. Damit liegen die Schleswig-Holsteiner über dem bundesweiten Durchschnitt von 15,5 Tagen. Im Vergleich zu 2017 verzeichnete die TK unter ihren Versicherten im Norden einen Anstieg um 0,6 Fehltage. Dementsprechend fällt auch der Krankenstand höher aus: Statistisch gesehen fehlten jeden Tag 4,6 Prozent der Beschäftigten am Arbeitsplatz (2017: 4,5 Prozent). Die durchschnittliche Dauer einer Krankschreibung hat sich in Schleswig-Holstein jedoch zum Vorjahr mit 13,1 Tagen nicht verändert.

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Hinweis an die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2019, der im Frühjahr erscheint. Grundlage bilden die knapp 5,2 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie Empfänger des Arbeitslosengeldes I). In Schleswig-Holstein sind 235.059 Erwerbspersonen bei der TK versichert. Der Gesundheitsreport 2018 sowie die Berichte der Vorjahre sind online verfügbar.