Dresden, 20 Juli 2021. Pflegekräfte sind besonders oft krankgeschrieben. Im Jahr 2020 fehlten sie in Sachsen durchschnittlich 21,8 Tage. Das sind pro Kopf etwa sechs Tage mehr als andere sächsische Beschäftigte, deren Fehltage 2020 im Schnitt bei 15,4 lagen. Das geht aus einer Sonderauswertung der Techniker Krankenkasse (TK) im Rahmen des TK-Gesundheitsreports hervor, für den die Kasse im Bundesland die Daten von rund 97.000 Erwerbspersonen ausgewertet hat. 

Pflegekräfte besonders belastet

"Auch in den zurückliegenden Jahren war die Anzahl der Fehltage in dieser Beschäftigungsgruppe höher als bei anderen Erwerbstätigen. Wir sehen, dass Pflegekräfte besonders belastet sind", so Katrin Lindner, Sprecherin der TK-Landesvertretung Sachsen. In Sachsen lagen die Arbeitsunfähigkeitstage der Pflegekräfte 2020 mit 5,4 Prozent leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt von 23,1 Tagen. Im Nachbarland Thüringen fehlten Erwerbstätige der Pflegbranche bundesweit am längsten und zwar pro Kopf 26,3 Tage. 

Förderantrag Starke Pflege

Katrin Lindner: "Die Arbeitsbedingungen in der Pflege müssen gesundheitsgerechter gestaltet werden. Durch Präventionsangebote kann die Lebensqualität im Pflegeberuf verbessert werden." Mit dem Förderantrag "Starke Pflege" (PDF, 772 kB) können Maßnahmen der Gesundheitsförderung beantragt und ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) aufgebaut werden. Die TK unterstützt die Einrichtungen, genau auf deren Bedürfnisse abgestimmte Projekte zu initiieren und langfristig zu etablieren. 

Hinweis für die Redaktion

Der Gesundheitsreport der TK erscheint jährlich. Für den Report 2021 hat die Kasse die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen von rund 5,4 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen ausgewertet. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I.