Saarbrücken, 24. Juli 2019. In dieser Woche ist es im Saarland wieder richtig heiß. Daher ist es umso wichtiger, genügend zu trinken. Doch gerade das ist für viele Saarländer ein Problem. Wie die Forsa-Studie "Trink Was(ser), Deutschland" im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) ergab, kommt jeder Dritte im Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen nicht auf die am Tag empfohlenen 1,5 Liter Wasser. Damit liegt die Untersuchungsgruppe der drei Bundesländer genau im Bundesdurchschnitt von 34 Prozent. In Nordrhein-Westfalen schaffen es dagegen 39 Prozent nicht, genug zu trinken. 

Gerade während der Arbeit trinken viele Menschen zu wenig. Die von den berufstätigen Befragten angegebenen Gründe dafür sind vielfältig: Vergesslichkeit, Stress, keine Zeit, keinen Durst oder ein zu hoher Aufwand, der mit dem Gang zur Toilette verbunden ist. "Trinken ist enorm wichtig! Bekommt der Körper nicht die benötige Menge an Wasser, kann es schnell zu Konzentrationsschwächen und Erschöpfung kommen. Je nach Situation und Beruf können daher gefährliche Situationen entstehen", erklärt Daniel Konrad, Pressereferent der TK im Saarland. Daher sollten Arbeitgeber regelmäßiges und ausreichendes Trinken auch immer wieder in ihrer Belegschaft thematisieren. Denn die Voraussetzungen für eine gesunde Flüssigkeitsaufnahme sind meist gegeben: "Leitungswasser ist fast überall verfügbar und ist ein kostengünstiger Durstlöscher", so Konrad weiter.

Saarländer trinken lieber Mineral- als Leitungswasser

Im Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen ist Leitungswasser als Getränk für die Befragten aber nicht so wichtig wie im Rest der Republik. Nur 58 Prozent gaben an, mehrmals pro Woche Leitungswasser zu trinken, das liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 63 Prozent. Die Menschen aus den drei Bundesländern stehen eher auf Mineralwasser: 76 Prozent gaben an, täglich oder zumindest mehrmals pro Woche Sprudel zu trinken - das ist bundesweit Spitze und sieben Prozentpunkte über dem Durchschnitt der Republik.

Viele Antialkoholiker im Saarland

Auch beim Alkoholkonsum gibt es teils gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Während in der Untersuchungsgruppe im Südwesten mit durchschnittlich 4,3 Gläsern Alkohol (0,25 Liter Bier/ein Glas Sekt oder Wein/4 Zentiliter Spirituosen) pro Woche verhältnismäßig wenig getrunken wird, sind es in Berlin und Brandenburg 6,2 Gläser. Im Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen gaben alleine 14 Prozent der Befragten an, gar keinen Alkohol zu trinken. Das ist gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen bundesweit der höchste Wert.

Hinweis an die Redaktionen

Im Februar und März 2019 befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK mehr als 1.000 Personen zu ihren Trinkgewohnheiten im Privatleben und am Arbeitsplatz. Die Befragten repräsentieren den Querschnitt der volljährigen Bevölkerung in Deutschland. Den Studienband " Trink Was(ser), Deutschland! " gibt es auf dem Portal tk.de/presse unter der Suchnummer 2068236.