München, 31. Januar 2022. Die Techniker Krankenkasse (TK) verzeichnet in Bayern weiter rückläufige Daten zum Krankenstand. Dieser sank im Jahr 2021 auf 3,5 Prozent, 0,1 Punkte weniger als im Vorjahr. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten je Erwerbstägigen reduzierten sich im gleichen Zeitraum um 0,4 auf nur noch 12,6 Tage. Das ist der niedrigste Stand seit 2013. 
 
Bei den Fehlzeiten wegen Atemwegserkrankungen wie grippale Infekte gab es 2021 sogar einen Rückgang um rund ein Viertel (minus 24,7 Prozent). "Jeder Erwerbstätige fehlte deswegen rechnerisch nur noch 1,5 Tage am Arbeitsplatz. Das sind 0,5 Tage weniger ist als im Jahr zuvor", so Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. Laut Bredl trugen wohl Corona-Schutzmaßnahmen wie Mund-Nasen-Masken, mehr Hygiene und Homeoffice dazu bei. "Die meisten Betriebe und deren Beschäftigten halten sich wohl an die vorgegebenen Pandemieregeln. Auch die telefonische Krankschreibung bei Erkältungen wird von allen Beteiligten verantwortungsvoll genutzt."

Die meisten Fehltage in Bayern weiterhin wegen der Psyche

Die meisten Fehlzeiten gingen mit 2,6 Arbeitsunfähigkeitstagen pro Kopf auf das Konto der psychischen Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von rund sechs Prozent. Auf Platz zwei folgen die Muskel-Skeletterkrankungen, beispielsweise Rückenschmerzen. Hier stagnierte der Wert bei 2,3 Fehltagen je Erwerbstätigen.

Bayern auf Platz zwei im Bundesvergleich

Der Freistaat lag bei den Parametern zum Krankenstand bundesweit auf Platz zwei. Spitzenreiter war wie in den Vorjahren Baden-Württemberg mit einem Krankenstand von 3,2 Prozent. Dort fehlte krankheitsbedingt jeder Erwerbstätige im Schnitt 11,7 Tage. Im Bundesschnitt betrug dieser Wert 14,5 Tage. Die Fehlzeitenquote lag im Bund bei vier Prozent.

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2022. Grundlage dafür bilden die rund 5,5 Millionen, davon in Bayern über 770.000, bei der TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfänger).