Hamburg, 20. August 2021. Mit 3,8 Prozent ist der Krankenstand der bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbspersonen im ersten Halbjahr 2021 so niedrig wie seit elf Jahren nicht mehr. Der Krankenstand ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,6 Prozentpunkte gesunken.  Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr des Jahres 2020 betrug er 4,4 Prozent, 2019 4,3 und 2018 4,5 Prozent.

Ein zentraler Grund für den Rückgang, ist die starke Abnahme von Fehltagen wegen Erkältungskrankheiten. Während im ersten Halbjahr 2019 noch 17,6 Prozent der Fehltage auf Erkältungskrankheiten entfielen, waren es in den vergangenen sechs Monaten nur noch 8,1 Prozent. Auch im ersten Corona-Jahr 2020 lag der Anteil der Erkältungskrankheiten im ersten Halbjahr noch bei 18,8 Prozent. Vor Corona sorgten im Winter und Frühjahr Husten, Schnupfen und Halsweh sowie Grippe traditionell für einen Anstieg der Krankmeldungen. Dazu Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK: " Wir sehen, dass durch die coronabedingten Abstands- und Hygieneregeln auch Erkältungskrankheiten und Grippe eingedämmt werden." 

Hinweis für die Redaktion

Für die aktuelle Auswertung hat die TK die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer rund 5,4 Millionen versicherten Erwerbspersonen ausgewertet. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Stand August 2021. 

Der Krankenstand ist eine betriebswirtschaftliche Größe. Darunter versteht man den prozentualen Anteil der Fehltage zur Sollarbeitszeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgrund einer Krankschreibung.