Saarbrücken, 27. November 2020. Der Krankenstand im Saarland war im ersten Halbjahr 2020 trotz des Corona-Virus nur leicht erhöht. Das geht aus einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Von Januar bis Ende Juni betrug der Krankenstand 5,2 Prozent, in den Vorjahreszeiträumen lag er bei 4,95 (2019) beziehungsweise 5,16 Prozent (2018). Damit fehlte ein saarländischer Erwerbstätiger im ersten Halbjahr 2020 durchschnittlich 9,5 Tage. 2019 waren es noch 9,0, im Jahr davor 9,3 Tage gewesen.

Die meisten Fehltage entfielen in den ersten beiden Quartalen 2020 auf psychische Erkrankungen (1,9), Krankheiten des Atmungssystems (1,7) sowie Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (1,6). COVID-19-Diagnosen im ambulanten Bereich machten dagegen nur einen geringen Anteil aus: Im ersten Halbjahr fehlte ein Erwerbstätiger durchschnittlich 0,02 Tage aufgrund einer COVID-19-Diagnose.

"Im März und April waren deutliche Anstiege beim Krankenstand durch Erkältungskrankheiten zu verzeichnen. Danach fielen die Zahlen aber wieder deutlich", erklärt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung, und ergänzt: "Mit den wärmeren Temperaturen und dem damit verbundenen Ende der Grippewelle hatten auch andere Erkältungs- und Infektionskrankheiten weniger Chancen, sich zu verbreiten."

Hinweis für die Redaktion

Für die aktuelle Auswertung hat die TK die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer rund 5,3 Millionen versicherten Erwerbspersonen, davon ca. 45.500 im Saarland, ausgewertet. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I.