Saarbrücken, 24. August 2021. Der Krankenstand im Saarland war im ersten Halbjahr 2021 so niedrig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Das geht aus einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Von Januar bis Ende Juni betrug der Krankenstand 4,39 Prozent, in den Vorjahreszeiträumen lag er bei 5,20 (2020), 4,95 (2019) beziehungsweise 5,16 Prozent (2018). Damit fehlte eine saarländische Erwerbsperson im ersten Halbjahr 2021 durchschnittlich 7,9 Tage am Arbeitsplatz. 2020 waren es noch 9,5, in den Jahren davor 9,0 und 9,3 Tage gewesen.

"Der Krankenstand war vor allem von Januar bis März deutlich niedriger als in den Vorjahren. Das liegt an einem deutlichen Rückgang der Fehltage durch Atemwegserkrankungen", erklärt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. "Ein Grund dafür sind die AHA-Regeln und das konsequente Maskentragen zu Zeiten der Corona-Pandemie. Das dämmt auch Erkältungskrankheiten und die Grippe ein", ergänzt er.

Viele Fehltage wegen psychischer Erkrankungen

Während in den ersten beiden Quartalen 2020 noch 1,7 Fehltage auf Krankheiten des Atmungssystems entfielen, waren es dieses Jahr durchschnittlich nur 0,6 Tage. Die meisten Fehltage entfielen wie im ersten Halbjahr 2020 auf psychische Erkrankungen (1,9 Tage). Aber auch Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems spielten mit 1,5 Fehltagen pro Erwerbsperson eine größere Rolle. COVID-19-Diagnosen im ambulanten Bereich machten mit durchschnittlich 0,06 Fehltagen nur einen geringen Anteil aus.

Hinweis für die Redaktion

Für die aktuelle Auswertung hat die TK die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer rund 5,4 Millionen versicherten Erwerbspersonen, davon ca. 46.000 im Saarland, ausgewertet. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Stand August 2021.