Düsseldorf, 4. Februar 2021. In Nordrhein-Westfalen (NRW) war jede Erwerbsperson im letzten Jahr durchschnittlich 15,7 Tage krankgeschrieben. Damit ist der Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr (15,8 Tage) leicht gesunken. Das geht aus den Vorab-Daten des Gesundheitsreports 2021 der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.

Barbara Steffens, Leiterin der TK-Landesvertretung in NRW: "Verantwortlich für die meisten Fehlzeiten der Erwerbstätigen in NRW waren im Jahr 2020 psychische Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen. Mit durchschnittlich 3,19 Arbeitsunfähigkeitstagen pro Kopf haben diese Diagnosen gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent zugelegt." Den nächst höheren Anteil an den Arbeitsunfähigkeitszeiten haben mit 2,86 Tagen Rückenerkrankungen (minus ein Prozent im Vergleich zu 2019) und mit 2,28 Tagen Atemwegserkrankungen - wobei der Rückgang um acht Prozent auffällt.

Regionale Unterschiede

Auffällig bleiben auch weiterhin die regionalen Unterschiede. Mit 12,3 Fehltagen ist Baden-Württemberg nach wie vor das Bundesland mit den geringsten Fehlzeiten, gefolgt von Bayern (12,9). Die höchsten Fehlzeiten gibt es, wie auch in den Vorjahren, im Osten des Landes: Mecklenburg Vorpommern (19,7), Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit durchschnittlich 19,0 Fehltagen je Versichertenjahr.

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2021. Grundlage dafür bilden die mehr als 1,3 Millionen bei der TK in NRW versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfänger).