München, 5. Februar 2021. Die Techniker Krankenkasse (TK) verzeichnet für das Jahr 2020 in Bayern nur noch 87 Krankheitsfälle je 100 Erwerbstätige. Im Vorjahr waren es noch 105 Fälle. Das bedeutet einen Rückgang von knapp 18 Prozent. Der Krankenstand betrug vergangenes Jahr im Freistaat 3,6 Prozent. "Das ist im Bundesvergleich der zweitniedrigste Wert", sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. Spitzenreiter war wie im Vorjahr Baden-Württemberg mit einem Krankenstand von 3,4 Prozent. Bundesweit waren es 4,1 Prozent. 

Atemwegserkrankungen sinken - psychische Erkrankungen steigen

Im Durchschnitt fehlte vergangenes Jahr jeder Erwerbstätige in Bayern 12,9 Tage krankheitsbedingt am Arbeitsplatz. Das waren 0,4 Tage weniger als im Jahr zuvor. Die meisten Fehlzeiten gingen mit 2,4 Arbeitsunfähigkeitstagen pro Kopf auf das Konto der psychischen Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von rund zwei Prozent. Die Atemwegserkrankungen wie grippale Infekte, gingen um rund drei Prozent auf zwei Fehltage je Erwerbsperson zurück. Bei den Muskel-Skeletterkrankungen, beispielsweise Rückenschmerzen, stagnierte der Wert bei 2,3 Fehltagen je Erwerbstätigen.

Bredl: "Die Coronaschutzmaßnahmen wie Mund-Nasen-Masken, mehr Hygiene, Abstand und Homeoffice reduzieren wohl auch die Fehltage wegen anderer Infektionskrankheiten." Auch die Befürchtung einiger Arbeitgeber, durch eine telefonische Krankschreibung bei Erkältungen während der Pandemie, käme es zu mehr Fehltagen, sei nicht eingetroffen. "Die Menschen im Freistaat nutzen diese Möglichkeit sehr verantwortungsvoll", so der bayerische TK-Leiter weiter. 

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2021. Grundlage dafür bilden die rund 5,4 Millionen, davon in Bayern über 760.000, bei der TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfänger).