Hamburg, 11. Mai 2021. In Hamburg ist der Krankenstand so niedrig wie seit 13 Jahren nicht mehr. Der Krankenstand betrug bei den in Hamburg bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbspersonen im ersten Quartal dieses Jahres 3,6 Prozent. Damit ist er um rund 1,4 Prozentpunkte im Vergleich zum ersten Quartal des Corona-Jahres 2020 gesunken (4,95 Prozent). Der Hamburger Krankenstand fällt niedriger aus als der bundesweite Schnitt, der bei 3,8 Prozent liegt.

"Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Erkältungskrankheiten deutlich zurückgegangen. Die Grippewelle, die sonst alle zwei Jahre für hohe Fehlzeiten im Februar sorgt, ist auch in Hamburg ausgeblieben. Dies könnte an den AHA-Regeln und verschärften Kontaktbeschränkungen liegen, die während der Corona-Pandemie gelten", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin TK-Landesvertretung Hamburg.

Diagnose Covid-19 unwesentlich für Höhe des Krankenstands

Die Diagnose Covid-19 spielt für den Krankenstand der Erwerbstätigen im Vergleich zu den anderen Diagnosen nach wie vor eine unwesentliche Rolle. Die Erkrankung Covid-19 ist der Grund für weniger als ein Prozent des Krankenstands in Hamburg (0,03 Prozentpunkte). Bundesweit liegt der Anteil für Covid-19 am Krankenstand bei 1,1 Prozent (0,04 Prozentpunkte). 

Hinweis an die Redaktion

Für die aktuelle Auswertung hat die TK die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer rund 5,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten (Berufstätige und ALG 1-Empfänger) ausgewertet - davon rund 246.300 in Hamburg (Stand Mai 2021).
Der Krankenstand ist eine betriebswirtschaftliche Größe. Darunter versteht man den prozentualen Anteil der Fehltage zur Sollarbeitszeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgrund einer Krankschreibung.