Hannover, 8. Februar 2022. Der Krankenstand der bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbspersonen in Niedersachsen war 2021 mit 4,2 Prozent so niedrig wie seit sieben Jahren nicht mehr (2014: 4,1 Prozent). Dies geht aus einer Vorabauswertung des TK-Gesundheitsreports 2022 hervor. Im Vergleich zum ersten Coronajahr 2020 mit 4,3 Prozent bedeutet das ebenfalls einen Rückgang um 0,1 Prozentpunkte.

Durchschnittlich war jede TK-versicherte Erwerbsperson in Niedersachsen 15,5 Tage krankgeschrieben. Im Vorjahr lag die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage bei 15,8 Tagen, 2019 waren es noch 16,2 Tage.

Erkältungskrankheiten gehen zurück

"Die Hauptursache für den Rückgang der krankheitsbedingten Fehltage ist die sinkende Anzahl an Krankmeldungen aufgrund von Erkältungskrankheiten", sagt Dirk Engelmann, Leiter der TK-Landesvertretung Niedersachsen. Wegen einer Atemwegserkrankung fehlten Erwerbspersonen im Schnitt nur an 1,5 Tagen. Im Vorjahr waren es noch 2,1 Tage. "Daran lässt sich erkennen, dass die Hygienemaßnahmen aufgrund von Corona auch einen dämpfenden Effekt auf die Verbreitung anderer Infektionen haben", so Engelmann.

Psyche und Rücken

Die meisten Fehlzeiten gehen mit 21,7 Prozent auf das Konto der psychischen Erkrankungen. Danach folgen Muskel-Skeletterkrankungen wie Rückenschmerzen mit 19,6 Prozent sowie Verletzungen und Vergiftungen mit 10,7 Prozent.

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2022. Grundlage dafür bilden die mehr als 450.000 bei der TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfängerinnen und Empfänger) aus Niedersachsen, Stand Januar 2022.

Der Krankenstand ist eine betriebswirtschaftliche Größe. Darunter versteht man den prozentualen Anteil der Fehltage zur Sollarbeitszeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgrund einer Krankschreibung.

Unter Fehltagen versteht man die Krankheitstage aufgrund von Krankschreibungen.