Saarbrücken, 2. Februar 2022. Der Krankenstand der bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbspersonen ist im Saarland 2021 deutlich gesunken. Mit 4,68 Prozent sind das 0,29 Prozentpunkte weniger als noch im Vorjahr (4,97). Im Durchschnitt war damit jede TK-versicherte saarländische Erwerbsperson 17,1 Tage krankgeschrieben, 2020 waren es noch 18,2 Tage gewesen. Das bedeutet einen Rückgang von knapp sechs Prozent. Trotzdem liegt das Saarland damit noch immer deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 14,5 Tagen.

Weniger Atemwegserkrankungen

"Besonders bei den Erkrankungen des Atmungssystems, also beispielsweise Erkältungen oder Grippe, ist hier an der Saar ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen", erklärt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. "Durchschnittlich 1,7 Tage fielen saarländische Erwerbstätige wegen solcher Erkrankungen aus, das sind knapp 35 Prozent weniger als im Vorjahr", so Groh weiter. Das zeige, dass die geltenden Hygieneregeln weiter wirksam sind.

Die meisten Fehltage im Saarland entfielen mit durchschnittlich 4,1 Tagen erneut auf psychische Erkrankungen. Dahinter folgen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen (3,1 Fehltage), Atemwegserkrankungen (1,7 Fehltage) und Verletzungen bzw. Vergiftungen (1,7 Fehltage).

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2022. Grundlage dafür bilden die rund 5,5 Millionen bei der TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfängerinnen und Empfänger), Stand Januar 2022. Im Saarland sind es knapp 46.000.

Der Krankenstand ist eine betriebswirtschaftliche Größe. Darunter versteht man den prozentualen Anteil der Fehltage zur Sollarbeitszeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgrund einer Krankschreibung.

Unter Fehltagen versteht man die Krankheitstage aufgrund von Krankschreibungen.