Dresden, 31. Januar 2022. Der Krankenstand ist in Sachsen im letzten Jahr erneut gesunken. Er betrug bei der Techniker Krankenkasse (TK) in Sachsen versicherten Erwerbspersonen 4,15 Prozent und liegt leicht unter dem Wert von 4,2 Prozent im Jahr 2020. "Sachsen steht damit im bundesweiten Vergleich genau in der Mitte", sagt Katrin Lindner, Sprecherin der TK-Landesvertretung Sachsen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 3,97 Prozent. Am höchsten ist der Krankenstand mit 5,3 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und am niedrigsten mit 3,21 Prozent in Baden-Württemberg.

Kürzeste Krankheitsdauer in Sachsen

Die TK-versicherten sächsischen Erwerbspersonen waren im Jahr 2021 durchschnittlich 15,16 Tage krankgeschrieben. Sie brauchten durchschnittlich 14,1 Tage, um nach einer Krankheit wieder gesund zu werden. Verglichen mit dem Vorjahr liegt die Krankheitsdauer je Fall damit nur geringfügig über dem Vorjahreswert von 14 Tagen im Jahr 2020. "Es zeigt sich, dass in Sachsen bundesweit die Krankheitsdauer am kürzesten ist, die Menschen hier werden also am schnellsten wieder fit", so Lindner. Im Bundesdurchschnitt sind es pro Krankheitsfall 15,4 Tage.

Psychische Diagnosen liegen vorn

Die meisten Fehlzeiten 2021 gingen auf das Konto psychischer Erkrankungen. Statistisch gesehen fehlte jede sächsische TK-versicherte Erwerbsperson durchschnittlich 3,15 Tage wegen psychischer Diagnosen krankheitsbedingt am Arbeitsplatz. Das macht etwa 21 Prozent der gesamten Krankschreibungen aus. An zweiter Stelle mit 16 Prozent rangierten in Sachsen die Krankschreibungen aufgrund von Erkältungen und Grippe, dicht gefolgt von Erkrankungen des Muskel-Skelet-Systems mit 15,5 Prozent. 

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2022. Ausgewertet wurden Daten zu Arbeitsunfähigkeiten von TK-versicherten Erwerbspersonen (Berufstätige und ALG I Empfänger). Der Krankenstand gibt den prozentualen Anteil der Versicherungszeiten bei Beschäftigten an, die diese Erwerbspersonen aus gesundheitlichen Gründen mit ärztlicher Bescheinigung arbeitsunfähig gemeldet waren.