Düsseldorf, 31. Januar 2022. Der Krankenstand der bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbspersonen in Nordrhein-Westfalen (NRW) war 2021 mit 4,15 Prozent so niedrig wie seit sieben Jahren nicht mehr (2014: 4,13 Prozent). Das ist nochmal ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum ersten Corona Jahr 2020 mit einem Krankenstand von 4,31 Prozent.  Damit war im Schnitt jede TK-versicherte Erwerbsperson in NRW im vergangenen Jahr 15,1 Tage krankgeschrieben. Im Jahr 2020 waren es noch 15,72 Tage 

Weniger erkältungsbedingte Fehlzeiten

Hauptgrund für den niedrigen Krankenstand sind deutlich weniger Krankmeldungen aufgrund von Erkältungskrankheiten - wie schon im Vorjahr. So fehlte jede Erwerbsperson 2021 durchschnittlich nur 1,6 Tage aufgrund von Grippe und Co. Zum Vergleich: 2020 waren es noch 1,64 Tage.

Mehr psychische Erkrankungen

Barbara Steffens, Leiterin der TK Landesvertretung in NRW: "Verantwortlich für die meisten Fehlzeiten der Erwerbstätigen in NRW waren im Jahr 2021 psychische Erkrankungen wie Depressionen. Mit durchschnittlich 3,36 Arbeitsunfähigkeitstagen pro Kopf haben diese Diagnosen gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent zugelegt. Mit 2,87 Tagen folgen dann Erkrankungen des Muskelskelettsystems."

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2022. Grundlage dafür bilden die mehr als 1,3 Millionen bei der TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfängerinnen und Empfänger) aus NRW.
Der Krankenstand ist eine betriebswirtschaftliche Größe. Darunter versteht man den prozentualen Anteil der Fehltage zur Sollarbeitszeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgrund einer Krankschreibung.