Schwerin, 31. Januar 2020. Jeder Erwerbstätige in Mecklenburg-Vorpommern war im vergangenen Jahr statistisch gesehen 19,8 Tage krankgeschrieben. Das zeigen aktuelle Vorabdaten des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK). "Dennoch stellen wir einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent fest", bestätigt Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. Mecklenburg-Vorpommern belegt aber weiterhin den bundesweit traurigen Spitzenplatz. "Während in den vergangenen Jahren die Erkältungswelle im Februar und Dezember die Krankheitstage anstiegen lies, registrierten wir für das letzte Jahr hier etwas weniger Fehltage (3,1 Tage)", so die Landeschefin.

Regional große Unterschiede

Die regional großen Unterschiede bleiben weiterhin bestehen. Bundesweit fehlten Erwerbspersonen 15,4 Tage. Baden-Württemberg ist mit 12,6 Fehltagen das Bundesland mit den geringsten Fehlzeiten, gefolgt von Bayern mit 13,3 Tagen. Wie auch in den Vorjahren gibt es die höchsten Fehlzeiten im Osten der Republik: Nach Mecklenburg Vorpommern folgen Sachsen-Anhalt (19,5) und Brandenburg (19,3). Allerdings ist auch in diesen Bundesländern der Krankenstand geringfügig gesunken.

Die häufigsten Ausfalltage verursachten im letzten Jahr Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems. Auf den Plätzen zwei und drei folgen psychischen Erkrankungen und Atemwegserkrankungen.

Hinweise für die Redaktion

Für die Vorab-Auswertung des Gesundheitsreports 2020 hat die TK die Krankschreibungen der derzeit rund 5,3 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen ausgewertet, darunter 97.400 Erwerbspersonen aus Mecklenburg-Vorpommern. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von ALG-I.