München, 14. März 2019. Rückenbeschwerden: Vergangenes Jahr kamen deswegen in Bayern auf einhundert Erwerbspersonen im Schnitt 106 Krankheitstage. "Das waren rund 22 Prozent weniger Fehltage als im Bund mit 129 Tagen", sagt Christian Bredl, Chef der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern. Er veröffentlichte heute zum Tag der Rückengesundheit am 15. März die Vorab-Daten des TK-Gesundheitsreports 2019.

Die Menschen in Baden-Württemberg hatten mit 102 Fehltagen auf einhundert Erwerbstätige am seltensten Rücken. Am häufigsten betroffen waren die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern mit 184 Tagen.

Heftige Erkältungswelle sorgte für höheren Krankenstand

Der Krankenstand insgesamt unter Bayerns Beschäftigten lag bei 3,7 Prozent und damit ebenfalls unter dem Bundeswert von 4,2 Prozent. Der TK-Gesundheitsreport weist im Freistaat somit für jeden Berufstätigen 13,3 krankheitsbedingte Fehltage im Jahr 2018 aus, bundesweit waren es 15,5 Tage. Gegenüber dem Vorjahr war das in Bayern ein Anstieg um 2,9 Prozent, im Bund sind es 2,5.

"Vor allem die heftige Erkältungswelle im Februar vergangenen Jahres trug zum Anstieg bei", so Bredl. "2018 ging etwa jeder sechste Fehltag auf Schnupfen, Grippe und Co zurück. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg von fast acht Prozent."

Muskel-Skelett-Erkrankungen verursachten die meisten Fehltage in Bayern

Die Fehlzeiten aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie Rückenbeschwerden, gingen um drei Prozent zurück. Dennoch waren sie mit 2,34 Fehltagen (Bund 2,72) pro Kopf erneut die Hauptursache für Krankschreibungen. Es folgten mit 2,28 (2,77) Tagen die psychisch bedingten Fehlzeiten, wie Depressionen, die im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent gestiegen sind. An dritter Stelle lagen die Atemwegsbeschwerden mit 2,11 (2,55) Fehltagen je Erwerbsperson.

Mit Sport im Freien, bewegten Pausen und digitalen Helfern den Rücken stärken

Der diesjährige Tag der Rückengesundheit steht unter dem Motto "Stärke deine Muskeln - bleib' rückenfit!" Damit möchten die Initiatoren zum gezielten, rückengerechten Krafttraining motivieren und mit Sport im Freien den Rücken zu stärken. Bredl empfiehlt den Berufstätigen, öfters für einen bewegten Ausgleich am Feierabend zu sorgen.

"Die Chefs sind ebenfalls gefordert, um beispielsweise tagsüber eine bewegte Pause am Arbeitsplatz zu organisieren. Das stärkt den Bewegungsapparat der Belegschaft", meint der bayerische TK-Chef.

Die TK unterstützt auch mit digitalen Angeboten einen bewegten Alltag wie  Online-Coachings  oder dem täglichen  Zehn-Minutenprogramm  für einen gesunden Rücken.

Hinweis für die Redaktion

Bei den Daten handelt es sich um Vorab-Daten aus dem noch im Frühjahr erscheinenden TK-Gesundheitsreport 2019. Grundlage des Berichts sind die 5,2 Millionen, davon 709.000 aus Bayern, bei der TK versicherten Erwerbspersonen. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von ALG-I.