Kiel, 16. September 2021. Trotz der Corona-Pandemie haben Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) aus Schleswig-Holstein die Angebote zur Früherkennung genutzt. Der von Experten und Expertinnen befürchtete Rückgang ist weitestgehend ausgeblieben. Während 2019 23,0 Prozent der anspruchsberechtigten Versicherten aus Schleswig-Holstein eine Krebs-Früherkennungsuntersuchung genutzt haben, waren es 2020 mit 22,1 Prozent nur geringfügig weniger. Das ergibt eine Auswertung der TK aus Schleswig-Holstein.

Krebs-Früherkennung weitestgehend wahrgenommen

"Es ist erfreulich, dass die Menschen in Schleswig-Holstein auch während der Pandemie weitestgehend zur Krebs-Früherkennung gegangen sind. Trotzdem nutzt ein Großteil der Menschen das Angebot nicht, was schade ist, denn hierbei können Krankheiten rechtzeitig erkannt und anschließend behandelt werden, sagt Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung in Schleswig-Holstein. Im Jahr 2020 ließ sich bei den Mammographie-Angeboten (+ 0,2 Prozentpunkte), dem Hautkrebsscreening (+ 0,6 Prozentpunkte) und der Koloskopie, im Rahmen der Darmkrebsvorsorgeuntersuchung (+ 0,3 Prozentpunkte), ein leichter Anstieg der Teilnahme verzeichnen. Ein Rückgang lässt sich hingegen bei den Untersuchungen auf Gebärmutterhalskrebs (-1,2 Prozentpunkte) und Prostatakrebs (-1,6 Prozentpunkte) erkennen.

Starker Rückgang beim regulären Gesundheitscheck

Deutlich geringer war in 2020 die Teilnahme an den Gesundheits-Check-Up-Untersuchungen. Knapp 13 Prozent der anspruchsberechtigten Versicherten aus Schleswig-Holstein haben an der regulären Gesundheitsuntersuchung teilgenommen. "Der Gesundheitscheck ist eine Chance, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen oder eine Zuckerkrankheit zu erkennen. Auch hier gilt Krankheiten frühzeitig zu erkennen, um sie rechtzeitig und wirksam behandeln zu können", erklärt Schmidt-Bodenstein.

Hinweis für die Redaktion

Weitere Informationen zu den Gründen für und gegen eine Früherkennungsuntersuchung gibt es auf der Themenseite . Seit dem 1.4.2019 haben Frauen und Männer bereits zwischen 18 und 34 Jahren einen einmaligen Anspruch, Versicherte ab 35 Jahre jedes dritte Jahr einen Anspruch auf eine ärztliche Gesundheitsuntersuchung.