Bremen, 18. März 2022. Kleinkinder in Bremen und Bremerhaven sind im Bundesvergleich überdurchschnittlich oft vollständig geimpft. Das geht aus dem Report "Kinder und Arzneimittel" der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. 54,6 Prozent der im ersten Halbjahr 2019 geborenen und TK-versicherten Kinder im Land haben bis zu ihrem zweiten Geburtstag alle 13 bis zu diesem Alter von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen erhalten. Bundesweit sind es 51,9 Prozent. An der Weser sind in dieser Kohorte 42,8 Prozent der Kinder teilgeimpft, ihnen fehlte also mindestens eine Impfung bzw. Teilimpfung. In ganz Deutschland sind es 45,3 Prozent. Keine Impfung erhalten haben nur 2,6 Prozent der Kleinkinder im Land. 

Hohe Masern-Impfquote

Die Masern-Impfquote in Bremen und Bremerhaven liegt auf einem weitaus höheren Niveau: Gegen diese Erkrankung sind 85,6 Prozent der bei der TK versicherten Kinder vollständig geimpft. Da bei der Schutzimpfung in der Regel ein Kombinationsimpfstoff gegen Mumps und Röteln verwendet wird, haben sich die Quoten für diese Impfungen ähnlich entwickelt. Im Vergleich zu den Vorjahren 2017 und 2018 wird außerdem deutlich, dass die Masern-Impfquote weiter gestiegen ist.

Falls noch Impflücken bestehen, empfiehlt Sabrina Jacob, Leiterin der TK-Landesvertretung Bremen den Eltern, diese bald zu schließen: "Fehlende Impfungen können auch noch erfolgen, wenn das Kind bereits zwei Jahre alt ist."

Hinweis für die Redaktion

Für die Auswertung der Impfraten wurden die 2016, 2017, 2018 und im ersten Halbjahr 2019 geborenen und durchgängig bei der TK versicherten Kinder in Bezug auf die 13 von der STIKO empfohlenen Impfungen untersucht. Dabei wurden die ersten neun Lebensquartale betrachtet. Hier finden Sie den Report "Kinder und Arzneimittel" sowie weitere Informationen und Infografiken und einen Blogbeitrag  TK-Analyse: Impfschutz bei Kleinkindern

*Ambulante Abrechnungsdaten stehen Krankenkassen mit einer starken zeitlichen Verzögerung zur Verfügung. Das ist der Grund dafür, dass bei den 2019 geborenen Kindern bislang nur das erste Halbjahr 2021 ausgewertet werden konnte.