Bremen, 23. Dezember 2021. Zwei von drei Menschen in Norddeutschland sind manchmal oder häufig gestresst. Das geht aus Ergebnissen der aktuellen Stressstudie der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.

Hohe Ansprüche, etliche Termine und Verpflichtungen, ständig erreichbar: Die Menschen im Norden setzen sich immer mehr unter Druck - und das führt zu Stress. Während die Menschen hierzulande noch vor fünf Jahren im bundesweiten Vergleich den niedrigsten Stresslevel aufwiesen, ist das heute anders. 65 Prozent der Befragten gaben an, sich häufig oder manchmal gestresst zu fühlen. 2016 waren es "nur" 54 Prozent.

Stressfaktor Nummer eins ist für die Nordlichter weiterhin die Arbeit, die Schule oder das Studium. 55 Prozent gaben an, dass bei ihnen dieser Bereich hauptsächlich zu Stress führe, gefolgt von den hohen Ansprüchen an sich selbst (46 Prozent), die schwere Erkrankung einer nahestehenden Person (27 Prozent), Konflikte mit nahestehenden Menschen (25 Prozent), viele Termine und Verpflichtungen in der Freizeit (24 Prozent) sowie die ständige Erreichbarkeit durch Smartphone, Social Media und Co. (22 Prozent). Auf Rang 7 der Stressfaktoren landet die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr (21 Prozent).

Corona wirkt auf das Stressempfinden

Knapp die Hälfte der befragten Norddeutschen (43 Prozent) gab an, dass die Coronapandemie starke Auswirkungen auf das Stressempfinden habe. Die Gründe für das gesteigerte Stressempfinden sind vielfältig: So wurde die Schwierigkeit, Kinderbetreuung oder Homeschooling mit der Arbeit unter einen Hut zu bekommen, Sorgen um den Erhalt des Arbeitsplatzes oder die Angst vor einer Ansteckung durch das Coronavirus, auch Familienangehörige betreffend, vielfach als Stressursachen genannt.

Hobby bringt Entspannung

Entspannung finden die Norddeutschen am liebsten bei ihrem Hobby (84 Prozent). Danach folgen Faulenzen (78 Prozent), Spazierengehen oder Gartenarbeit (76 Prozent), Treffen mit Familie und Freunden (72 Prozent), Musizieren oder Musik hören (66 Prozent) sowie lesen (64 Prozent). Erst an siebter Stelle (58 Prozent) taucht Sport als Ausgleich auf.

Neben der Verantwortung für die eigene Gesundheit und den Körper sind bei der Stressprävention aber auch die Rahmenbedingungen entscheidend. Angebote zur Stressbewältigung können hier unterstützen. Über den Stress-Navigator können TK-Versicherte das passende Angebot für sich finden. Darüber hinaus hilft der interaktive TK-Gesundheitscoach dabei, ein individuelles Programm für eine gesunde, nachhaltige Lebensführung zusammenstellen.

Hinweis für die Redaktion

Unter den Begriffen "Norden"/"Norddeutschland" werden die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen zusammengefasst. Für die Stressstudie wurden in den Jahren 2013, 2016 und zuletzt im März 2021 bundesweit jeweils 1.000 Menschen bevölkerungsrepräsentativ vom Meinungsforschungsinstitut Forsa telefonisch zum Thema Stress befragt.