Saarbrücken, 17. Februar 2020. Die Versicherten der Techniker Krankenkasse (TK) im Saarland waren 2019 seltener, aber fast genauso lange krankgeschrieben wie im Vorjahr. Das geht aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2020 hervor. Der Krankenstand fiel nur geringfügig von 4,87 auf 4,84 Prozent. Der durchschnittliche saarländische TK-Versicherte war im vergangenen Jahr statistisch gesehen 1,17 Mal krank. Das sind rund 5 Prozent weniger als 2018 und bedeutet bundesweit den größten Rückgang. 

"Ein Grund dafür ist die etwas schwächere Erkältungswelle im letzten Jahr", erklärt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. "Allerdings können wir feststellen, dass die Versicherten pro Krankheitsfall deutlich länger fehlten. Durchschnittlich 15,2 Tage dauerte eine Krankschreibung, das sind fast 2 Tage mehr als im Bundesdurchschnitt." Insgesamt hatten saarländische TK-Versicherte 2019 durchschnittlich 17,7 Fehltage und damit 0,1 Tage weniger als im Vorjahr. 

Psychische Störungen bleiben Hauptursache von Fehltagen

Psychische Probleme (3,5 AU-Tage pro Kopf) waren im Saarland wie die Jahre zuvor die Hauptursache für Krankschreibungen. Weitere große Faktoren waren Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen (3,1 Tage) und Atemwegserkrankungen (2,6 Tage). "Psychische Störungen wie etwa Depressionen sind ein großes Thema. Knapp 20 Prozent aller Fehltage entfallen auf diese Diagnosen", erklärt Groh und ergänzt: "Wir stellen aber auch fest, dass die Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems deutlich zugenommen haben - nämlich um über 5 Prozent."

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2020. Grundlagen bilden die bei der TK versicherten Erwerbspersonen. Im Saarland sind das ca. 45.500. Dazu gehören sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie Empfänger des Arbeitslosengeldes I.