Hamburg, 22. August 2019. Sommer, Sonne und ein Bier nach der Arbeit? Für knapp jeden fünften (20 Prozent) Norddeutschen* gehört ein Glas Wein oder Bier am Feierabend dazu. Das zeigt die Forsa-Studie "Trink Was(ser) Deutschland!" im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Insgesamt ist der Bierkonsum in der Region aber stark gesunken. Trank 2010 noch jeder Vierte mehrmals pro Woche oder täglich Bier, war es 2019 nur noch jeder Zehnte. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) gab sogar an, gar kein oder nur sehr selten Bier zu trinken. Damit ist Bier bei den Norddeutschen so unbeliebt wie in keiner anderen Region Deutschlands.

Norddeutschland ist Spitzenreiter bei Energydrink-Konsum

Sechs von zehn norddeutschen Sportlern (bundesweit: 43 Prozent) versuchen sehr darauf zu achten, gesunde Sportgetränke zu sich zu nehmen. Gleichzeitig konsumieren aber nirgendwo sonst in Deutschland so viele Menschen Energydrinks wie in Norddeutschland. "Neun Prozent der unter 40-Jährigen trinken mehrmals in der Woche oder täglich Energydrinks", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg. Damit sind die Nordlichter mit vier Prozentpunkten Vorsprung vor den Befragten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland Spitzenreiter, was den regelmäßigen Konsum von Energydrinks angeht. "Umso wichtiger ist es, dass junge Menschen ein Bewusstsein dafür entwicklen, sich gesund zu ernähren. Denn dazu zählt nicht nur gesund zu essen, sondern auch gesund zu trinken", so Puttfarcken weiter.

Stress im Job wirkt sich negativ auf das Trinkverhalten aus

Vor allem Berufstätige haben Probleme, gleichmäßig über den Tag verteilt genug zu trinken. Nur 57 Prozent der Befragten gelingt das. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer: Jeder dritten Frau fällt das im Job schwer.

Knapp die Hälfte der Norddeutschen gibt an, dass sie unter Stress vergisst, genug zu trinken. "Gerade im Job, wo man oft unter Stress steht, passiert das häufig. Deshalb sollten Arbeitgeber ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, auch während der Arbeitszeit regelmäßig etwas zu trinken. Das steigert das Leistungs- und Konzentrationsvermögen", sagt Puttfarcken.

Hinweis für die Redaktionen
Im Februar und März 2019 befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK mehr als 1.000 Personen zu ihren Trinkgewohnheiten im Privatleben und am Arbeitsplatz. Die Befragten repräsentieren den Querschnitt der volljährigen Bevölkerung in Deutschland. Den Studienband "Trink Was(ser), Deutschland!" finden Sie hier.

*Die Zahlen beziehen sich auf die Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg und Niedersachsen.