Erfurt, 24. Juli 2019. Die aktuelle Sommerhitze ist eine Herausforderung für den Körper: bei Temperaturen über 35 Grad Celsius erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf. An solchen Tagen ist ausreichendes Trinken besonders wichtig, 1,5 Liter Wasser sollten es schon bei durchschnittlichen Temperaturen mindestens sein. Diesen Richtwert erreichen nur sieben von zehn Thüringern, so die Ergebnisse der aktuellen Forsa-Studie "Trink Was(ser), Deutschland!" im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK).

Im Bundesvergleich steht der Freistaat damit im oberen Mittelfeld. Während in Baden-Württemberg 74 Prozent der Menschen genug trinken, erreichen in Nordrhein-Westfalen nur 61 Prozent die empfohlene Menge. 

Stress hält vom Trinken ab

Dass nicht noch mehr Thüringer ausreichend trinken, ist häufig stressbedingt: 42 Prozent der Befragten gaben an, das Trinken bei Stress oft zu vergessen. "Wasser ist Hauptbestandteil des menschlichen Körpers, genügend Flüssigkeit aufzunehmen ist für die Gesundheit essentiell", sagt Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen. "Auch bei Stress sollte das Trinken daher nicht in Vergessenheit geraten, am besten ist es regelmäßig und über den ganzen Tag verteilt immer wieder gesunde Getränke zu sich zu nehmen", so Dressel weiter. 

Am liebsten Kaffee oder Tee

Am häufigsten trinken Thüringer Kaffee oder Tee - 93 Prozent der Befragten nehmen die Heißgetränke täglich oder mehrmals pro Woche zu sich. Am zweithäufigsten greifen die Menschen im Freistaat zu Mineral- und Leitungswasser (je 68 Prozent). Auch Limonaden sind in Thüringen beliebte Durstlöscher: 18 Prozent der Befragten trinken sie mehrmals pro Woche, im Bundesdurchschnitt hingegen sind es nur 9 Prozent.

Überdurchschnittlicher Alkoholkonsum

In Thüringen wird verhältnismäßig viel Alkohol konsumiert, durchschnittlich sind es rund sechs Gläser pro Woche. 14 Prozent aller Befragten in Thüringen trinken täglich Alkohol, dabei stehen Bier und Biermixgetränke hoch im Kurs. Während im Bundesdurchschnitt nur vier Prozent der Befragten angaben, diese Getränke täglich zu trinken, sind es in Thüringen zwölf Prozent. 

Was entscheidet beim Getränkekauf?

Länderübergreifend gaben 71 Prozent der Befragten an, dass ihre Kaufentscheidung ganz besonders vom Geschmack des Produktes abhängt. In Thüringen steht dieses Kriterium nur auf dem zweiten Platz (59 Prozent), wichtiger ist den Menschen hier der Preis (63 Prozent).
Darüber hinaus versuchen die Thüringer, Verpackungsmüll zu vermeiden: 54 Prozent äußerten, möglichst Pfandflaschen zu kaufen. 

Hinweis an die Redaktion

Von Februar bis März 2019 befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK mehr als 1.000 Personen zu ihren Trinkgewohnheiten im Privatleben und am Arbeitsplatz. Die Befragten repräsentieren den Querschnitt der volljährigen Bevölkerung in Deutschland. Der Studienband " Trink Was(ser), Deutschland! " ist auf dem Portal tk.de/presse unter der Suchnummer 2068236 veröffentlicht.