Hamburg, 10. Mai 2021. Mit 3,8 Prozent ist der Krankenstand der bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbspersonen im ersten Quartal so niedrig wie seit 13 Jahren nicht mehr. Zum Vergleich: Im ersten Quartal des Corona-Jahres 2020 betrug er 5,1 Prozent, 2019 4,8 und 2018 5,2 Prozent.

Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK: "Die Fehltage sind bei fast allen Diagnosen zurückgegangen, besonders bei den Erkältungskrankheiten. Auch blieb die Grippewelle aus, die sonst in der Regel alle zwei Jahre im Februar für einen erhöhten Krankenstand sorgt." Baas weiter: "Es zeigt sich, dass die Abstands- und Hygieneregeln sowie die eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten auch die Verbreitung anderer Infektionserreger verhindern." 

Diagnose Covid-19 spielt untergeordnete Rolle

Die Diagnose Covid-19 spielt bei den Krankschreibungen der Erwerbstätigen im Vergleich zu den anderen Diagnosen nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Insgesamt verzeichnet die TK im ersten Quartal 2021 1.077.565 Krankschreibungen, davon 9.381 aufgrund von Covid-19.

Hinweis für die Redaktion

Für die aktuelle Auswertung hat die TK die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer rund 5,4 Millionen versicherten Erwerbspersonen ausgewertet. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Stand Mai 2021. Der Krankenstand ist eine betriebswirtschaftliche Größe. Darunter versteht man den prozentualen Anteil der Fehltage zur Sollarbeitszeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgrund einer Krankschreibung.