Dresden, 17. Februar 2021. Dreiviertel (73 Prozent) der Erwachsenen in Mitteldeutschland (Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt) sind am Tag mehrmals täglich bzw. eigentlich immer online. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Die Menschen der drei Bundesländer liegen damit mit ihrer Mediennutzung im deutschlandweiten Trend, denn auch bundesweit gaben 76 der Befragten an, das Internet mehrfach am Tag zu nutzen. 59 Prozent (bundesweit 60 Prozent) der Befragten in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt surfen zwischen einer und fünf Stunden am Tag. Am häufigsten und zwar mit 73 Prozent (bundesweit 79 Prozent) nutzen die Menschen hierzulande das Internet, um privat über Messenger-Dienste zu kommunizieren. Fast ebenso hoch im Kurs steht, sich mindestens einmal am Tag im Web über Nachrichten zu informieren. 72 Prozent der Befragten in Mitteldeutschland gaben dies an, im Bundesdurchschnitt ist das bei 65 Prozent der Fall.     

Digitaler Wandel geht auf Psyche

Katrin Lindner, Sprecherin der TK Landesvertretung Sachsen: "Der digitale Wandel hat in der Corona-Zeit noch einmal einen kräftigen Schub bekommen. Vieles erledigen wir online: Banking, Shopping, Meetings, Bildung oder Kommunikation. Das wirkt sich auch auf unsere Gesundheit aus, vor allem auf die Psyche. 40 Prozent (bundesweit 38 Prozent) der Befragten in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt leiden an Müdigkeit und Schlafstörungen und 35 Prozent (bundesweit 36 Prozent) an Erschöpfung. "Für unser Wohlbefinden ist es wichtig, einfach mal bewusst abzuschalten. Der Wunsch 'Nicht immer online sein zu wollen' ist unter den Menschen hierzulande am häufigsten ausgeprägt", so Lindner weiter. 94 Prozent (bundesweit 87 Prozent) der Erwachsenen in den drei Ländern gaben an, es zu versuchen, möglichst wenig Zeit im Internet zu verbringen. 

Auch ist den Umfrageteilnehmern in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt ihre Sicherheit beim Umgang im Netz vergleichsweise wichtiger als anderswo. 64 Prozent verzichten auch mal auf eine Leistung im Internet, weil sie persönliche Daten nicht preisgeben wollen. Nur in Brandenburg und Berlin sind die Menschen noch mehr auf ihre Sicherheit bedacht (65 Prozent). Der bundesweite Wert liegt hier bei 55 Prozent.  

Hinweis für die Redaktion

Für die Studie "Schalt mal ab, Deutschland" wurden im Oktober 2020 bevölkerungsrepräsentativ bundesweit 1.250 Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren vom Meinungsforschungsinstitut Forsa telefonisch zum Umgang mit digitalen Medien befragt. Die komplette Studie sowie Grafiken zu den Ergebnissen sind im Presseportal der TK zu finden.