Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hat die Zeichen der Zeit erkannt und als erstes Bundesland Fördermittel in Höhe von 500.000 Euro für den E-Sport zur Verfügung gestellt. Ziel des Förderprogramms ist es, Einrichtungen, Maßnahmen und Projekte zur Entwicklung eines landesweiten Angebotes für E-Sport in Verbindung mit digitaler Kompetenz zu fördern. 

Gründung eines Landeszentrums für E-Sport und Digitalisierung

Mit dem Landeszentrum für E-Sport und Digitalisierung Schleswig-Holstein (LEZ SH) in Kiel entsteht aktuell das deutschlandweit erste öffentlich geförderte "E-Sport-Zentrum". Mit der Einrichtung des LEZ SH soll eine umfassend aufgestellte und informierte Anlaufstelle geschaffen werden, die in der Lage ist, Wissen zu sammeln, zu bündeln, weiterzuentwickeln und ins Land auszustrahlen.

Fachhochschule Westküste soll den E-Sport begleiten

Auf Wunsch der Landesregierung hat die Fachhochschule Westküste (FH Westküste) Anfang 2019 ein Konzept zur Gründung einer E-Sport-Akademie in Heide entwickelt. Durch ein ausgewogenes, bestmöglich objektiv-akademisch abgesichertes Weiterbildungsangebot möchte die FH Westküste einen Wissentransferbeitrag leisten, der sich an Übungsleiter von Breitensportvereinen, an Schulen, an Eltern und an Freizeit-E-Sportler wendet. Dies soll in enger Abstimmung mit dem LEZ SH erfolgen.

TK unterstützt den City-E-Cup Kiel

Der City E-Cup Kiel "powered by Die Techniker" ist die Stadtmeisterschaft im Videospiel FIFA 20. Auftakt war das Trainingscamp während der Digitalen Woche Kiel am 14. September 2019, das Finale findet am 14. Dezember 2019 im Fleet 7 statt. Hier spielen die besten sechs Mannschaften der Gruppenhase den Titel "Stadtmeister Kiel FiFA20" aus. Die TK begleitet die Stadtmeisterschaft aus sportlicher und gesundheitlicher Perspektive, unter anderem durch funktionelles Training in den Pausen.

Diskussion um den E-Sport wichtig

Ausdrücklich begrüßt die TK die intensive politische Auseinandersetzung um den E-Sport im Land. Die TK-Landesvertretung hat sich deshalb bereits mit einer schriftlichen Stellungnahme an den Innen- und Rechtsausschuss des Landtags gewandt. Entscheidend ist dabei, dass E-Sportler - wie jeder Mediennutzer - lernen, mit Konsole, PC und Smartphone bewusst umzugehen. Dazu gehört, für einen sozialen, körperlichen und geistigen Ausgleich bewusste Pausen einzulegen und das Training mit physischer Aktivität zu ergänzen. Gute E-Sportler trainieren mittlerweile genauso viel offline wie online.

Für uns als Krankenkasse ist es dabei von besonderer Bedeutung, die gesundheitlichen Aspekte dieses Trendsports konstruktiv in die Debatte einzubringen. Sören Schmidt-Bodenstein

Medienkompetenz steht an erster Stelle

Gerade bei jüngeren Spielern ist auch die Medienkompetenz der Eltern gefragt. Durch ihren eigenen Medienkonsum wirken sie einerseits als Vorbild, als Erziehungsberechtigte sollten sie andererseits entscheiden, welche Spiele wie oft gespielt werden dürfen. Durch die wachsende Begeisterung gerade junger Menschen für E-Sport ist das Thema in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Wir brauchen daher eine Auseinandersetzung damit, wie E-Sport gesund betrieben werden kann. Leitlinien können unter anderem dabei helfen, den Nachwuchs-E-Sportlern, Hobby-Gamern und Eltern eine Orientierung zu geben.