Hamburg, 9. März 2020. In vielen Familien zeigt sich ein ähnliches Bild: Der Sohn oder die Tochter ist ständig online. In den sozialen Medien wird gepostet und geliked, gezockt oder Internet-Videos werden gestreamt. Immer mehr Eltern fragen sich, ob ihre Kinder regelmäßig zu viel Zeit mit digitalen Medien verbringen.

Die Ergebnisse der SCHULBUS-Untersuchung 2019 stützen dieses Gefühl: Acht Prozent der Jungen und sogar 21 Prozent der Mädchen wird eine problematische Internetnutzung bescheinigt. 44 Prozent der Eltern von neun bis 16-jährigen Kindern sorgen sich, dass ihr Kind zu viel Zeit im Internet verbringt. Diese Angst steht deutlich vor anderen Risiken, mit denen Heranwachsende im Netz konfrontiert werden können. Konflikte, die daraus in der Familie entstehen, sind oft nicht einfach zu lösen. Damit Medien nicht zum Dauerstreitthema werden, hat die Fachstelle SUCHT.HAMBURG mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse (TK) einen Internetclip erstellt. Dieser soll Eltern anregen, sich frühzeitig Unterstützung zu holen, wenn das Nutzungsverhalten des Kindes aus dem Ruder läuft.

Das Beratungsangebot "Time to Balance" ermittelt mit einem Selbsttest eine erste Einschätzung des Nutzungsverhaltens, Eltern können in einem Chat Fragen stellen, sich austauschen und bekommen praktische Tipps für die Medienerziehung. Obwohl nahezu alle 12- bis 19-Jährigen ein eigenes Smartphone besitzen, setzt nur rund jede dritte Familie Regeln zur Nutzung um. Auch hier berät das Onlineangebot Eltern, welche Regeln sinnvoll und auch durchsetzbar sind.

Hintergrund

Das Video und das Angebot gibt es abrufbar unter www.webfehler-hamburg.de. Die TK-Landesvertretung Hamburg unterstützt SUCHT.HAMBURG bereits seit dem Jahr 2010 bei der Vermittlung von Medienkompetenz von an Kindern und ihre Eltern - gemeinsam mit Fachpersonal und in der Selbsthilfe.

Rückfragen für SUCHT.HAMBURG

Colette See
Referentin SUCHT.HAMBURG
Tel. 040 - 28499180
see@sucht-hamburg.de