Stuttgart, 17. Februar 2021. Laut der aktuellen Studie "Schalt mal ab, Deutschland!" der Techniker Krankenkasse (TK) sind mehr als drei Viertel (82 Prozent) der Befragten aus Baden-Württemberg in ihrer Freizeit mehrmals täglich bzw. fast immer online. Im Ländervergleich ist das der höchste Wert, der Bundesschnitt beträgt 76 Prozent.

Kontakt via Messenger weit verbreitet

Besonders beliebt ist dabei die Nutzung von Messenger-Diensten: 85 Prozent der Baden-Württemberger und damit sechs Prozent mehr als im Bundesschnitt bekennen sich zu dieser Form der Kommunikation. Höchste Nutzerwerte im Südwesten ergaben sich bei der Befragung auch für Instagram & Co. (47 gegenüber 39 Prozent), Musik-Streaming (44 gegenüber 33 Prozent) und Online-Einkauf bzw. -Banking (22 gegenüber 14 Prozent).

Corona-Schub für digitale Kommunikation

"Informationen zu Gesundheitsthemen stehen bei den Baden-Württembergern ebenfalls vergleichsweise hoch im Kurs. Fast jeder Dritte hierzulande gab an, sich dazu im Internet schlau zu machen. Bundesweit lag der Wert nur bei 14 Prozent", erklärt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung. Laut Umfrage hat wohl auch die Corona-Pandemie dazu beigetragen, dass immer mehr Baden-Württemberger sich online zuhause fühlen: 39 Prozent der Befragten gab an, dass sie digitale Kontaktmöglichkeiten seit Beginn der Pandemie häufiger nutzen. "Damit hatten wir im Ländle sozusagen den größten Corona-Schub, der Bundesschnitt liegt bei 30 Prozent", so Vogt.

Öfter mal gezielt abschalten 

Mehr als zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) ist täglich länger als eine Stunde privat im Netz unterwegs. "Trotz aller Vorteile, gerade jetzt zu Pandemie-Zeiten, können lange Bildschirmzeiten natürlich auch gesundheitliche Folgen haben, vor allem im psychischen Bereich", kommentiert der TK-Leiter. Viel-Surfer leiden deutlich häufiger unter Konzentrationsstörungen oder sogar Depressionen als Wenig-Nutzer. "Der Großteil der Befragten aus Baden-Württemberg versäumt es auch regelmäßige Offline-Zeiten einzuplanen", erklärt Vogt. Nur jeder Dritte lege bewusst kurze Pausen ein, wenn er im Internet aktiv sei, gegenüber 45 Prozent bundesweit.

Segen und Fluch zugleich

Dabei nehmen sich die Menschen oft etwas ganz anderes vor: 91 Prozent der befragten Internetnutzer im Südwesten möchten eigentlich gar nicht so viel Zeit im Netz verbringen. Deutlich mehr als die Hälfte von ihnen (61 Prozent) gab an, oft länger online zu sein als geplant und immer noch mehr als jeder Zweite (55 Prozent) fühlt sich durch das Internet von anderen Dingen abgelenkt.

Hinweis für die Redaktion 

Für die Studie "Schalt mal ab, Deutschland!" wurden im Oktober 2020 bevölkerungsrepräsentativ bundesweit insgesamt 1.250 Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren vom Meinungsforschungsinstitut Forsa telefonisch zu ihrem Umgang mit digitalen Medien befragt.