Welche Zuweisungen eine Kasse aus dem Gesundheitsfonds erhält, hängt von mehreren Faktoren ab. Dabei werden die Zuweisungen auch an bestimmte Diagnosen geknüpft. In der Praxis sind bestimmte ältere Versicherte mit vielen Diagnosen stark überdeckt und ihre Krankenkasse erhält für sie mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds, als sie für die Versorgung benötigt. Zu den Krankheiten gehören nicht nur seltene und schwere, sondern auch große "Volkskrankheiten". Da Diagnosen gerade bei diesen Erkrankungen Entscheidungsspielräume lassen, bestehen Fehlanreize, wenn diese finanziell lukrativ sind. Einige Krankenkassen haben daher versucht Einfluss auf die Diagnosen der Ärzte zu nehmen.

Hier können besonders erfolgreiche Kassen höhere Anteile aus dem Gesundheitsfonds zu Lasten nicht so aktiver Kassen generieren. Dies ist eine gravierende Fehlentwicklung im Risikostrukturausgleichssystem. Sie setzt Fehlanreize und ist mit Fehlallokationen und Wettbewerbsverzerrungen verbunden. Die Kodierung von Krankheiten zur Maximierung von RSA-Zuweisungen steht im Vordergrund. Die Versorgung als eigentliche Aufgabe einer Krankenkasse droht aus dem Blick zu geraten.

Volker Möws
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Prof. Dr. Volker Möws


Wo das Problem des Morbi-RSA liegt und warum der Kodieranreiz weg muss, erklärt TK-Politikchef Prof. Dr. Volker Möws auf dem Blog Wir Techniker

Im Rahmen einer vielfach diskutierten neuen systemischen Gesamtbetrachtung des Morbi-RSA, ist eine Abkehr von einem manipulationsanfälligen Klassifikationsmodell zu einem Modell mit weitgehend nicht zu beeinflussenden Ausgleichsparametern eine Grundvoraussetzung, um tatsächlich die Versorgungsqualität in den Mittelpunkt des Kassenwettbewerbs zu rücken.

Gastbeitrag zum Morbi-RSA (PDF, 170 kB)

Mit freundlicher Genehmigung der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen e.V., GRPG.

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Mehr zum Morbi-RSA

Wo exakt die Probleme im Morbi-RSA liegen und welche Vorschläge die TK hat, diese zu beheben erläutern die TK-Themenseiten zur  RSA-Reform .


Ansprechpartnerin Presse

Kerstin Griessmeier
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Ansprechpartnerin Politik

Sandra Barnert
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Sandra Barnert Fachleitung politische Kommunikation