Im Auftrag der TK befragte das WIG 2-Institut im Rahmen einer Folgebefragung 618 niedergelassene Ärzte zur Einflussnahme auf Diagnosen durch Kassen. Das Ergebnis: Trotz gesetzlicher Verbote findet auch nach 2018 diese Einflussnahme in knapp jeder fünften Praxis (19,4 Prozent der Befragten)  noch immer statt.

Verbo­tene Einfluss­nahme auf Diagnosen

TK-Infografik zu Maßnahmen zur verbotenen Einflussnahme auf Diagnosen in Arztpraxen. Quelle: TK, WIG 2 Institut. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Verbotene Maßnahmen: Diagnoseberatung der Vertragsärzte mittels persönlicher und telefonischer Kodierberatung sowie Kodiersoftware.

65 Prozent der betroffenen Befragten gaben an, zu Krankheiten des Kreislaufsystems (I00-I99) Hinweise zur Kodierqualität erhalten zu haben. Das Gutachten stellt zudem fest: "Auffällig ist, dass der Anteil, der durch informationstechnische Systeme und Praxissoftware Vorschläge zur Diagnosekodierung erhielt, vor April 2017 bei 17,0 %, nach April 2017 bei 28,0 % und nach 2018 bei 36,7 % lag. Offenbar nimmt die relative Bedeutung der Kodierberatung mittels informationstechnischer Systeme und Praxissoftware zu."  

Gutachten zum Kodierwettbewerb

Folgebefragung zum Erstgutachten über die Beeinflussung des vertragsärztlichen Kodierverhaltens

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Für die Studie "Folgebefragung zum Erstgutachten über die Beeinflussung des vertragsärztlichen Kodierverhaltens" wurde eine repräsentative Stichprobe von an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzten befragt: Insgesamt 618 niedergelassene Ärzte, von denen 492 im Fachbereich Allgemeinmedizin und 126 im Fachbereich Innere Medizin ohne Schwerpunkt tätig sind. Der Befragungszeitraum war zwischen 28. März und 18. April 2019. Bereits 2017 hatte das WIG 2 Institut eine ähnliche Befragung durchgeführt.

Prof. Dr. Volker Möws

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Wie der aktuelle Gesetzentwurf zum GKV-FKG beim Thema Kodierberatung endlich Abhilfe schaffen kann, erklärt TK-Politikchef Prof. Dr. Volker Möws auf dem Blog Wir Techniker

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