Der Morbi-RSA bestimmt die Finanzströme zwischen dem Gesundheitsfonds und den Krankenkassen maßgeblich, entsprechend ist seine Ausgestaltung entscheidend für den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen. Seine derzeitige Beschaffenheit führt jedoch - anstatt eine faire Grundlage dafür zu bieten - zu starken Wettbewerbsverzerrungen.

Diese Schieflage wird Jahr für Jahr extremer, die Unwucht im Wettbewerb zwischen den Kassen wächst. Aktuell beläuft sich die Diskrepanz zwischen AOKen und Ersatzkassen auf über 2,2 Milliarden Euro. Während die AOKen deutlich mehr Geld erhalten, als für die Versorgung ihrer Versicherten notwendig ist, mussten bundesweit geöffnete Kassenarten erneut Unterdeckungen hinnehmen. Ohne eine Änderung der Ausgleichssystematik wird sich die finanzielle Handlungsfähigkeit der Krankenkassen weiter auseinander entwickeln.

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Der Vergleich der Kassenarten zeigt: Die Deckungsunterschiede zwischen den Kassenarten haben sich stark auseinanderentwickelt – zugunsten des AOK-Systems, das nach wie vor deutlich mehr erhält als es zur Versorgung seiner Versicherten ausgibt.

Die TK fordert faire und einheitliche Wettbewerbsbedingungen. Dazu gehört, dass die für den Morbi-RSA relevante Krankheitsauswahl hin zu schweren Erkrankungen mit hohen Fallkosten für den einzelnen Versicherten verändert wird.

Kassenartenübergreifende Presseerklärung: Reform dringend notwendig

Nicht nur die TK drängt auf eine Reform des Morbi-RSA. In einer gemeinsamen Presseerklärung  Schieflage im System (PDF, 34 kB)  des IKK Dachverbands, des IKK e.V. sowie des Verbands der Ersatzkassen (vdek) heißt es: "Auch im Jahr 2016 wurde durch die Geldverteilungsmaschine Morbi-RSA wieder deutlich mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds in Richtung AOKn gelenkt, als diese für die Versorgung ihrer Versicherten benötigten. Die Überdeckung betrug rund 1,5 Milliarden Euro, im Jahr 2015 waren es noch rund eine Milliarde Euro. Alle anderen Kassenarten mussten erneut Unterdeckungen hinnehmen."

Volker Möws
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Prof. Dr. Volker Möws


Wo das Problem des Morbi-RSA liegt und warum der Kodieranreiz weg muss, erklärt TK-Politikchef Prof. Dr. Volker Möws auf dem Blog Wir Techniker

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Mehr zum Morbi-RSA

Wo exakt die Probleme im Morbi-RSA liegen und welche Vorschläge die TK hat, diese zu beheben erläutern die TK-Themenseiten zur  RSA-Reform .


Ansprechpartnerin Presse

Kerstin Griessmeier
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Ansprechpartnerin Politik

Sandra Barnert
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Sandra Barnert Fachleitung politische Kommunikation