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Gesetzlich Krankenversicherte können Kontrolltermine bei ihrem Hausarzt sowie 15 weiteren Gruppen von Fachärzten im Rahmen einer Online-Videosprechstunde wahrnehmen. 

Online-Videosprechstunde für alle

Seit dem 1. Juli 2017 ist die Online-Videosprechstunde eine kassenärztliche Regelleistung und steht den Versicherten aller gesetzlichen Krankenkassen zur Verfügung. Der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben zwar Indikations- und Facharztvorgaben aufgestellt, grundsätzlich können aber jetzt viele niedergelassene Ärzte die Online-Videosprechstunde anbieten.

Nachfolgend finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur Online-Videosprechstunde.

Welche Ärzte nehmen teil?

Von folgenden Arztgruppen dürfen aktuell Videosprechstunden durchgeführt und abgerechnet werden:

  • Hausärzte
  • Kinder- und Jugendärzte
  • Anästhesisten
  • Augenärzte
  • Chirurgen
  • Hals-Nasen-Ohrenärzte
  • Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen
  • Neurologen, Nervenärzte und Neurochirurgen
  • Orthopäden
  • Gynäkologen
  • Dermatologen
  • Fachärzte für Innere Medizin
  • Psychiater
  • Urologen
  • Phoniater und Pädaudiologen
  • Fachärzte für physikalische und rehabilitative Medizin

Bei welchen Indikationen kann die Online-Videosprechstunde angewandt werden?

Die Online-Videosprechstunde ist zunächst nur für bestimmte Indikationen vorgesehen. Eine Erweiterung des Leistungsspektrums ist geplant. Derzeit können Videosprechstunden bei folgenden Anlässen eingesetzt werden:

  • visuelle postoperative Verlaufskontrolle einer Operationswunde
  • visuelle Verlaufskontrolle einer/von Dermatose(n), auch nach strahlentherapeutischer Behandlung
  • visuelle Verlaufskontrolle einer/von akuten, chronischen und/oder offenen Wunden
  • visuelle Beurteilung von Bewegungseinschränkungen/-störungen des Stütz- und Bewegungsapparates, auch nervaler Genese, als Verlaufskontrolle
  • Beurteilung der Stimme und/oder des Sprechens und/oder der Sprache als Verlaufskontrolle
  • anästhesiologische, postoperative Verlaufskontrolle

Wie viele Ärzte tatsächlich teilnehmen werden und aus welchen Städten diese kommen, lässt sich derzeit noch nicht abschließend sagen. Bei Interesse sprechen Sie einfach Ihren behandelnden Arzt an.

Die Online-Videosprechstunde dient nicht dem Erstkontakt zwischen Arzt und Patient, sondern der Verlaufskontrolle oder für Patienten-Rückfragen zu einer bereits eingeleiteten Behandlung. Diagnostik und Therapieverordnung müssen daher zuerst in der Praxis eines teilnehmenden Arztes durchgeführt werden. Weiterhin muss mit dem Arzt besprochen werden, ob aus medizinischer Sicht eine Betreuung per Online-Videosprechstunde im individuellen Fall möglich ist.

Wie funktioniert die Online-Videosprechstunde?

Arzt und Patient vereinbaren in der Praxis oder im Internet einen Termin für die Online-Videosprechstunde. Die genaue Umsetzung hängt vom jeweiligen technischen Anbieter ab.

Wer übernimmt die Kosten?

Die teilnehmenden Ärzte rechnen ihr Honorar für die Online-Videosprechstunde direkt mit der KV ab. Den TK-Versicherten entstehen keine Kosten.