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Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind sowohl Trink-  als auch Mineralwasser empfehlenswert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) stuft Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung als einwandfrei ein.  Aus hygienischer Sicht steht Trinkwasser dem Mineralwasser in nichts nach. 

Aus der Leitung oder aus der Flasche?

Viele Menschen bevorzugen Mineralwasser, weil sie vermuten, dass es gesünder ist als das Wasser aus der Leitung. Der Wassercheck von Stiftung Warentest hält dies für einen Irrtum und erklärt, wieso Mineralwasser überschätzt wird. Leitungswasser sei das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Es unterliege mehr Vorschriften als Mineralwasser. Stiftung Warentest sagt dazu: "Es muss von so guter Qualität sein, dass jemand es sein Leben lang täglich trinken kann, ohne davon krank zu werden."

Irrtum Nummer zwei ist, dass jedes Mineralwasser mehr Mineralstoffe als Leitungswasser liefert: Mineralwasser muss nicht zwingend mineralstoffreich sein. Die Vorgabe von 1000 Milligramm gelöster Mineralstoffe pro Liter galt nur bis 1980. Im Wassercheck von Stiftung Warentest enthalten nur acht von 30 getesteten Mineralwässern mehr Mineralstoffe als das mineralstoffreichste Trinkwasser unter den Proben. Zumal der Mensch Mineralstoffe vor allem über das Essen aufnimmt. Um den Bedarf über Wasser zu decken, müsste man viel zu viel trinken.

Prüfung von Trinkwasser

Trinkwasser wird aus Grund- , Oberflächen- und Quellwasser gewonnen und unter Einhaltung strenger gesetzlicher Anforderungen für den menschlichen Verzehr aufbereitet. Dies betrifft zum Beispiel die Gehalte an Nitrat, Nitrit, Pflanzenschutzmitteln und Schwermetallen. Sie werden so festgelegt, dass beim Genuss von täglich zwei bis drei Liter Wasser gesundheitliche Auswirkungen auszuschließen sind.

Die bei den regelmäßigen Kontrollen in den Wasserwerken ermittelten Werte liegen in der Regel um ein Vielfaches unter den Grenzwerten, so dass Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz für den menschlichen Verzehr und die Zubereitung von Säuglingsnahrung als unbedenklich gilt.

Jedoch können Rohre in der Hausinstallation die Wasserqualität verändern. Vor allem in älteren Häusern kommen zum Teil noch Wasserrohre aus Blei vor. Dieses kann sich im Wasser lösen und gesundheitsschädlich wirken. Problematisch sind auch Kupferrohre. Hohe Konzentrationen stehen im Verdacht, die sog. frühkindliche Leberzirrhose hervorzurufen. Bis zum Hausanschluss muss der Wasserversorger für einwandfreie Leitungen sorgen. Zwischen Anschluss und Wasserhahn ist der Eigentümer, beziehungsweise Vermieter verantwortlich.

Trinkwasserverordnung mit verschärften Grenzwerten

Seit 2011 gibt es erstmalig innerhalb der Europäischen Union in einem Mitgliedstaat einen Grenzwert für Uran im Trinkwasser. Mit 0,010 Milligramm (= 10 Mikrogramm) pro Liter ist der Uran-Grenzwert in Deutschland der weltweit schärfste und bietet allen Bevölkerungsgruppen - Säuglinge eingeschlossen - gesundheitliche Sicherheit vor möglichen Schädigungen durch Uran im Trinkwasser. Für den Grenzwert ist die chemische Toxizität von Uran maßgebend.

Damit wird auch der Grenzwert für das Schwermetall Cadmium von 0,005 auf 0,003 Milligramm (= 3 Mikrogramm) pro Liter Trinkwasser gesenkt.

Seit 2013 gilt der schon seit 2001 vorgesehene verschärfte Blei-Grenzwert von 0,010 Milligramm (= 10 Mikrogramm) pro Liter Trinkwasser.

Es gibt für den Parameter Legionellen umfassende neue Regelungen, die einen technischen Maßnahmenwert (100 Legionellen pro 100 Milliliter Trinkwasser) einführen.

Tipps

  • Lassen Sie Trinkwasser erst ablaufen, bevor Sie es verwenden.
  • Kochen Sie Trinkwasser für die Zubereitung von Babynahrung ab oder verwenden Sie spezielles Wasser, das für die Säuglingsernährung geeignet ist.
  • Ihr örtliches Wasserwerk informiert Sie über den Gehalt von Kupfer, Blei, Nitrat und anderen Stoffen.
  • Bei Zweifeln kann eine Untersuchung des Wassers in Ihrem Haushalt sinnvoll sein. Möglicherweise müssen Kupfer- und Bleileitungen ausgetauscht werden.