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Mit dem Waist-to-hip Ratio (WHR), der Messung des Bauchumfangs oder des BMI können Sie relativ leicht ermitteln, ob Sie Normalgewicht haben oder als unter- beziehungsweise übergewichtig gelten.

Normalgewicht oder Idealgewicht - was ist der Unterschied?

Die beiden Begriffe werden häufig synonym verwendet, allerdings gibt es einen Unterschied. Das Normalgewicht gibt eine Spanne an, innerhalb derer das Gewicht als gesund gilt. Mit Hilfe des Body-Mass-Index (BMI) zum Beispiel lässt sich das Normalgewicht ermitteln. 

Das Idealgewicht folgt im Unterschied dazu in der Regel ästhetischen Vorgaben und rein persönlichen Zielen. Für viele Menschen liegt das Idealgewicht - vor allem in der heutigen Zeit von Selbstoptimierung und "Size Zero" - unter dem Normalgewicht und kann durchaus gesundheitsgefährdend sein. Umgekehrt fühlen sich einige Menschen mit Übergewicht wohl in ihrer Haut und halten ihr persönliches Idealgewicht. Das Idealgewicht ist also nicht zwingend dazu geeignet, das gesunde Gewicht zu definieren.

Perfektes Gewicht ermitteln: Waist-to-hip Ratio 

Im Unterschied zum BMI berücksichtigt das Waist-to-hip Ratio (WHR) weder Gewicht noch Größe, sondern die Fettverteilung im Körper. Um das WHR, auf Deutsch Taille-Hüft-Verhältnis, zu ermitteln, wird der Taillenumfang durch den Hüftumfang geteilt. Bei Männern sollte der Wert unter 1 liegen, bei Frauen unter 0,85. Das Taille-Hüft-Verhältnis gibt zudem Aufschluss über den Figurtyp: Ein Wert unter 0,80 spricht für eine Birnenform, ein Wert über 1,0 eher für die Apfelform. 

Meist zeigt das schon ein Blick in den Spiegel. Wer einen kugelrunden Bauch hat, gehört zum Typ Apfel. Meistens sind Männer eher Apfel-Typen - man denke nur an den Bierbauch, den viele Männer haben. Sitzt das Fett an Oberschenkeln, Gesäß und Bauch, spricht man vom Typ Birne. Die Frauen mit ihrem sogenannten "Reithosenspeck" gehören meist zum Typ Birne.

Gesundes Gewicht: Bauchfett muss weg

Das Bauchfett ist ein wichtiger Faktor, um das Waist-to-hip Ratio zu berechnen. Je größer der Wert, desto mehr Fett sitzt am Bauch. Aber auch für sich betrachtet, kann das so genannte viszerale Fettdepot Aufschluss über die Gesundheit geben. Das Bauchfett ist stoffwechselaktiv und kann daher das Risiko für Herzkreislauferkrankungen und einige Krebserkrankungen erhöhen. Apfel-Typen sind davon eher betroffen als Birnen-Typen.

Ein gesundes Gewicht ist erreicht, wenn der Bauchumfang bei Frauen nicht über 88 Zentimeter, bei Männern nicht über 102 Zentimeter liegt. Um Ihren Bauchumfang zu messen, legen Sie ein Maßband um Ihre Taille, also zwischen Rippen und Beckenknochen.

BMI ermitteln mit Gewicht und Größe

Der Body-Mass-Index (BMI) ist ein guter Richtwert, um das eigene Gewicht richtig einzuordnen - etwa in Unter-, Normal- oder Übergewicht. Der BMI berechnet sich aus dem Verhältnis des Körpergewichts in Kilogramm und der Körpergröße in Metern zum Quadrat. Mit unserem BMI-Rechner können Sie schnell prüfen, ob Ihr Gewicht im Normalbereich liegt.

Weitere Methoden zur Berechnung des Gewichts

Es gibt mehrere Indizes, die dem BMI ähneln, zum Beispiel der Broca-Index. Dieser berechnet das Normalgewicht durch eine einfache Formel: Körpergröße minus 100 Zentimeter. Ausgehend vom errechneten Wert definierte der Erfinder Paul Broca, ein französischer Chirurg, auch das Idealgewicht. Für einen Mann zum Beispiel lag dieses 10 Prozent unter dem Normalgewicht. Im Frankreich des 19. Jahrhunderts galt das als Untergrenze, um noch als tauglich für den Wehrdienst zu gelten. Erst in der zweiten Hälfte des folgenden Jahrhunderts wurde der Broca-Index von vielen herangezogen, um das gemeinhin als ästhetisch empfundene Idealgewicht - unterhalb des Normalgewichts - mit Zahlen zu untermauern.

Der Ponderal-Index ist etwas jünger als der BMI, allerdings weit weniger bekannt. Er setzt das Gewicht in Relation zur dritten Potenz der Körpergröße: PI = Gewicht in kg/Größe in Metern³. 

Wie der Body-Mass-Index, unterliegen auch der Broca- und der Ponderal-Index zum Beispiel der Schwäche, dass sie die Körperzusammensetzung nicht berücksichtigen. Genau dort setzt der Fettfreie-Masse-Index (FFMI) an. Dieser ist noch relativ neu und findet vor allem bei Sportlern Anklang, da er Aufschluss über den Anteil an fettfreier Muskelmasse im Körper gibt. Allerdings ist die Formel recht kompliziert und erfordert, dass der Körperfettanteil bekannt ist.