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Fasten ist bewusstes Nicht-Essen für eine begrenzte Zeit. Auf feste Nahrung wird während einer Fastenzeit völlig verzichtet. Fasten soll der "Entschlackung" und Reinigung des Körpers dienen. Der Sinn von Fastenkuren ist jedoch medizinisch umstritten. 

Wie funktioniert Fasten?

Eine Fastenkur dauert in der Regel sieben Tage. Vor Beginn ist eine mehrtägige Vorbereitungsphase ratsam, in der sich der Organismus langsam an die verminderte Nahrungsaufnahme gewöhnen kann. Es sollte nur im Urlaub beziehungsweise in Zeiten gefastet werden, in denen keine anstrengenden Verpflichtungen anstehen. Der Körper wird sonst zu stark belastet.

Eine Fastenkur wird häufig mit einer Darmentleerung begonnen, um die "Reinigung" zu initialisieren. Während der Kur wird dann eigentlich nur getrunken: Kräutertee, Gemüse- oder Obstsaft und ungesalzene Gemüsebrühe, zwischendurch ein bis drei Teelöffel Honig. Je nach Methode sollen Leberwickel, Kneipp'sche Anwendungen, Atemgymnastik, Entspannungs- und Bewegungsübungen und Meditation die Effekte des Fastens unterstützen.

Ziele des Fastens

Reinigung von Körper, Geist und Seele

In vielen Religionen hat das Fasten eine lange Tradition. Dabei geht es um mehr als nicht zu essen. In der Naturheilkunde soll Fasten eine Zeit der Selbstfindung und Besinnung sein.

Gewichtsabnahme

Fastende nehmen zunächst schnell ab. Zur dauerhaften Gewichtsreduktion ist Fasten aber ungeeignet, wenn sich an die Fastenkur keine grundlegende Nahrungsumstellung anschließt. Denn Fasten verringert den Grundumsatz. Wird nach der Fastenzeit wieder normal gegessen, kann sich das Gewicht im Vergleich zur Zeit vor dem Fasten sogar kurzfristig erhöhen - der sogenannte Jojo-Effekt.

Änderung des Lebensstils

Manche Menschen möchten ihre Lebens- und/oder Ernährungsgewohnheiten grundlegend ändern, zum Beispiel das Rauchen aufgeben. Eine Fastenkur kann für die Änderung des Lebensstils ein guter Anfang sein.

Fastenbrechen

Nach dem so genannten Fastenbrechen darf keinesfalls wieder sofort normal gegessen werden. Die Nahrungsaufnahme muss langsam beginnen. Empfehlenswert ist anfangs leichte Breinahrung, um den Darm wieder an seine normalen Aufgaben zu gewöhnen. Einige Tage Schonkost - also leicht verdauliche, schonend zubereitete und sparsam gewürzte Speisen - sollten sich anschließen. Für diesen allmählichen Aufbau nach dem Fasten veranschlagt man etwa die halbe Zeit der Kur.

Nebenwirkungen

Eine Fastenkur kann je nach Konstitution des Fastenden starke Nebenwirkungen haben:

  • Kopfschmerzen,
  • Kreislaufstörungen,
  • Blähungen,
  • Herzbeschwerden,
  • Mundgeruch,
  • Gichtanfälle,
  • Depressionen,
  • Seh- und Schlafstörungen.

Um solchen Begleiterscheinungen vorzubeugen, ist vor allem das ausreichende Trinken wichtig. Außerdem sollte nur nach vorheriger Absprache mit dem Arzt gefastet werden. Auch sogenanntes Heilfasten bei Erkrankungen wie etwa Rheuma darf grundsätzlich nur unter ärztlicher Kontrolle geschehen.

Wer darf nicht fasten?

  • Schwangere und Stillende
  • Kinder und Jugendliche
  • Untergewichtige
  • Psychisch labile Menschen. Hier besteht die Gefahr von Essstörungen.