Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Viele Menschen, die abnehmen möchten, setzen ihre Hoffnung auf Schlankheitsmittel. Doch halten sie immer das, was sie versprechen? 

Abführmittel

Sie enthalten Wirkstoffe, die eine erhöhte Wasserausscheidung über den Darm bewirken, die Darmbewegung anregen und die Darmentleerung beschleunigen.

Wer Abführmittel dauernd einnimmt, muss mit gesundheitlichen Begleiterscheinungen rechnen. Durch die Einnahme wird die Darmpassage im Dickdarm beschleunigt. Der Körper kann die Verdauungssäfte und Mineralstoffe nicht ausreichend ausgleichen. Die Folge: Kaliummangel, Muskelschäden, Herzschwäche, Darmträgheit und schließlich Abhängigkeit von Abführmitteln.

Das Bremer Institut für Präventivforschung und Sozialmedizin (BIPS) hat ermittelt, dass jährlich etwa 450 Frauen in Deutschland nach regelmäßiger Einnahme von Abführmitteln an Blasen- und Nierenkrebs erkranken. Das erhöhte Erkrankungsrisiko finde sich sowohl bei Abführmitteln pflanzlicher Herkunft als auch bei chemischen.

Abführmittel sind schon allein durch ihre Wirkungsweise nicht zum Abspecken geeignet. Dort wo sie wirken, im Enddarm, ist längst alles gelaufen: Die Nahrung ist schon verdaut.

Appetitzügler

Appetitzügler sind Aufputschmittel aus der Familie der Kreislaufpräparate. Sie wirken auf das zentrale Nervensystem. Sie lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

  1. Amphetamine und verwandte Substanzen. Über bestimmte Botenstoffe soll dabei der Hunger gedämpft werden.
  2. Wirkstoffe, die über eine Erhöhung des Serotonins im Gehirn zu einer rascheren und besseren Sättigung führen sollen.

Bei Dauergebrauch können Appetitzügler laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) starke Nebenwirkungen verursachen. Bekannt sind unter anderem Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Leistungsschwäche, Schlafstörungen, Herzbeschwerden, Schweißausbrüche, Kreislaufstörungen, Lungenhochdruck und Euphorie. Appetitzügler können außerdem süchtig machen. Nach dem Absetzen des Präparates erfolgt eine rasche Gewichtszunahme.

Präparate mit Meeresalgen

Meeresalgen-Präparate haben angeblich eine fettabbauende Wirkung. Die Wirkungsweise ist jedoch wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Zu erklären wäre die gewichtsreduzierende Wirkung lediglich über den extrem hohen Jodgehalt.

Die hohen Dosierungen könnten die Stoffwechselaktivitäten ankurbeln und somit einen höheren Energieverbrauch bewirken. Ein hoher Jodgehalt kann jedoch leicht eine Überdosierung mit gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen zur Folge haben, unter Umständen eine Überfunktion der Schilddrüse. Daher rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung von diesen Präparaten ab.

Schlankheits-Tees

Sie enthalten angeblich Substanzen, die Abbauprodukte des Stoffwechsels, so genannte "Schlacken", ausschwemmen. Dies soll zu einer Gewichtsabnahme führen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es aber keine Schlacken, die sich ansammeln können. Die Tees schwemmen höchstens Wasser und wichtige Mineralstoffe aus.

Vor allem der Mate-Tee verspricht einen schlankmachenden Effekt. Besonders populär ist derzeit der so genannte Pu-Erh-Tee. Er wird als Fettkiller und gesunder Schlankmacher angepriesen. Die Verbraucherzentralen raten jedoch vom Kauf dieses Schlankmachers ab, da die gewichtsreduzierende Wirkung wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist. Bei Pu-Erh-Tee handelt es sich lediglich um einen speziell fermentierten Schwarztee mit rötlicher Farbe und einem erdigen Geschmack. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung urteilt: Auch mit asiatischen Schlankheitstees lassen sich keine Pfunde wegzaubern.