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Zen ist eine Form des Buddhismus. Ihre zentrale Übung ist das Zazen, eine besondere Form der Meditation.

Zen-Schüler versuchen, mit Hilfe von Meditation und bei den alltäglichen Tätigkeiten frei zu werden von der Bezogenheit auf das eigene Ich. Sie üben sich darin, alles, was sie tun und erleben, im Moment des Tuns ohne Bewertung anzuschauen und wahrzunehmen. Sie lernen, sich selbst, ihre Ziele und Wünsche loszulassen.

Entstanden vor etwa 1.500 Jahren innerhalb des Buddhismus, fand Zen über Indien, China und Japan im 20. Jahrhundert den Weg in den Westen. Zen besteht nicht aus Dogmen und Vorschriften, sondern eher aus Anleitungen zum Umgang mit dem eigenen Leben. Die absichtslose, wertfreie, aufmerksame Selbstbeobachtung ist dabei besonders wichtig.

Zazen

Ein wichtiges Element des Zen ist Zazen, die tägliche Meditation in einer bestimmten Sitzhaltung. Zen-Praktizierende nennen es auch "einfach nur sitzen".

  • Man sitzt dabei mit übereinander geschlagenen Beinen auf einem Kissen. Die Knie sollen seitlich den Boden berühren.
  • Das Becken ist leicht nach vorne geneigt, damit die Wirbelsäule ihre natürliche S-Form einnehmen kann.
  • Der Nacken ist gestreckt, das Kinn zurückgezogen und der Kopf wird aufrecht gehalten.
  • Die Augen sind halb geschlossen, der Blick ist etwa im 45-Grad-Winkel auf den Boden gerichtet, ohne dass dabei etwas Bestimmtes fixiert wird.
  • Bei entspannten Schultern und Armen ruhen die Hände auf dem Schoß, die Handflächen sind nach oben geöffnet, die Handkanten berühren den Unterbauch.
  • Die Daumenspitzen berühren sich leicht, Daumen und Zeigefinger bilden ein Oval.

Die Aufmerksamkeit gilt dem langen und tiefen Ausatmen, bis das Einatmen von selbst wieder einsetzt. Der Meditierende atmet durch die Nase. Er konzentriert sich nur darauf, voll und ganz zu sitzen. Er nutzt weder bildliche Vorstellungen noch Töne noch ein Mantra oder andere Hilfen für die Aufmerksamkeit. Wenn Gedanken auftauchen, lässt er sie vorbeiziehen "wie die Wolken am Himmel" oder "wie ein Blatt auf einem Fluss", ohne ihnen Aufmerksamkeit zu schenken.

Wirkung

Zen-Meditation ist ein spiritueller Weg. Er soll den buddhistischen Schüler zu einem erwachten Dasein führen: zu Mitgefühl, Weisheit, zur richtigen Tat, richtigem Denken und richtigem Sprechen zum Wohl aller Wesen. Die entspannende Wirkung von Zazen ist lediglich ein Nebenprodukt. Wer Zazen regelmäßig praktiziert, kann damit gelassener und belastbarer werden.

So können Sie Zazen lernen

Zen-Übungen werden durch Zen-Meister gelehrt. Vor allen in den größeren Städten gibt es Vereine, die Zen praktizieren und in denen Zen-Lehrer die Schüler persönlich und in Gruppen unterweisen. Die Methode gehört allerdings nicht zum Katalog der gesundheitsfördernden Angebote der TK. Ein Zuschuss zu den Kurskosten ist deshalb nicht möglich.