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Bin ich besonders selten krank? Nehme ich weniger Medikamente als alle anderen? Im Gesundheitsreport 2016 kann jeder genau das nachlesen.

Für den Bericht werden jedes Jahr die anonymisierten Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der bei der TK versicherten Erwerbspersonen - Ende 2015 waren es 4,6 Millionen Menschen - ausgewertet.

Die wichtigsten Ergebnisse aus dem Jahr 2015 zeigt folgende Grafik:

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Im Vergleich zu 2014 waren wir letztes Jahr im Durchschnitt einen halben Tag länger krankgeschrieben - aus 14,8 Fehltagen wurden 15,4. Das lag vor allem an einer großen Grippewelle. 2015 wurden im ersten Quartal mehr Fehltage mit Erkältungskrankheiten erfasst als in allen vorangehenden Auswertungsjahren seit 2000. Kein Wunder also, dass die sogenannten "Infektionen der oberen Atemwege" die meist gestellte Diagnose des vergangenen Jahres war.

Aber auch Depressionen und Rückenschmerzen verursachten viele Fehlzeiten. Seit 2006 steigen die Diagnosen kontinuierlich, bei Depressionen insgesamt um 88 Prozent und bei den Rückenschmerzen um 22 Prozent.

Übrigens: Der Tag an dem in Deutschland die meisten Menschen gleichzeitig krankgeschrieben waren (seit dem 1.1.2000), war der 27. Februar 2015. Knapp sieben Prozent aller Erwerbspersonen fielen damals aus.

Welche Berufe machen krank?

Wie häufig man krank wird, hängt auch mit dem eigenen Job zusammen. Entscheidend sind mehrere Faktoren: Manche Berufe sind grundsätzlich gefährlicher als andere. So hat zum Beispiel ein Handwerker ein höheres Verletzungsrisiko am Arbeitsplatz als ein Büroangestellter. Hinzukommt, dass manche Krankheiten den Berufsalltag unterschiedlich stark beeinträchtigen: Nach einem Bänderriss können Mitarbeiter, die bei der Arbeit den ganzen Tag sitzen, schon nach wenigen Tagen zurückkommen. Bei Berufen, bei denen man den ganzen Tag auf den Beinen ist und viel laufen muss, führt die gleiche Verletzung zu einem wochenlangen Ausfall.

Rein statistisch gesehen waren 2015 das die gefährlichsten Berufe:

  • Bus- und Straßenbahnfahrer/in: 37,76 Fehltage pro Jahr
  • Postzusteller/in: 27,27 Fehltage pro Jahr
  • Callcenter-Mitarbeiter/in: 26,62 Fehltage pro Jahr
  • Mitarbeiter/in im Rettungsdienst: 26,04 Fehltage pro Jahr
  • Altenpfleger/in: 25,71 Fehltage pro Jahr

Und die Berufe mit den wenigsten Fehltagen waren 2015 diese:

  • Apotheker/in: 6,17 Fehltage pro Jahr
  • Hochschulmitarbeiter/in in Lehre und Forschung: 6,18 Fehltage pro Jahr+
  • Zahnarzt/ärztin: 7,93 Fehltage pro Jahr
  • Unternehmensberater/in: 8,37 Fehltage pro Jahr
  • Architekt/in: 8,63 Fehltage pro Jahr

Die Sandwich-Generation im Fokus

Jedes Jahr widmet sich der Gesundheitsreport speziell einer bestimmten Altersgruppe, aktuell sind es die 30- bis 44-Jährigen. Diese Generation muss sich um Beruf und die Familie kümmern und dabei nicht die eigene Gesundheit vernachlässigen. Das scheint ihr im Vergleich zum allgemeinen Durchschnittswert gut zu gelingen. Menschen in dieser Altersgruppe waren 2015 nur 12,3 Tage krankgeschrieben.