Schlafendes Paar

Die innere biolo­gi­sche Uhr

Der wichtigste äußere Rhythmusgeber für alle Tiere und uns Menschen ist der natürliche Hell-Dunkel-Wechsel im 24-Stundentag. Dadurch werden unsere inneren biologischen Uhren gesteuert und synchronisiert. 

Während in der Nacht viele körperliche und hormonelle Funktionen ruhen, wie etwa die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, kommt es morgens zu einem Anstieg des Cortisols und der Körpertemperatur. Das ist der Zeitpunkt, an dem wir uns am leistungsfähigsten fühlen.

Andererseits gibt es aber auch hormonelle Veränderungen, die mit einem Höhepunkt der Ausschüttung im Schlaf einhergehen, wie etwa das Wachstumshormon, das ausschließlich im Tiefschlaf ausgeschüttet wird.

Das Auf und Ab der Körpertemperatur

Schlafforscher unterscheiden zwei Prozesse. Der eine läuft über 24 Stunden ab. Von ihm hängt unsere Schlaf- und Wachbereitschaft ab. Steigt die Körpertemperatur an, werden wir wacher, fällt sie ab, werden wir müder und schläfrig. Beim Minimum der Körpertemperatur sind wir in einem Zustand, der uns äußerst anfällig für Fehler macht.

Auf der anderen Seite ist unser Schlaf aber auch davon abhängig, wie lange wir wach sind. "Diesem Prozess liegen neurochemische Prozesse zugrunde, die allerdings noch nicht komplett entschlüsselt sind", sagt der Schlafforscher und Diplom-Psychologe Professor Dr. Dieter Riemann. "Wir wissen allerdings, dass unser Schlaf umso tiefer wird, je länger wir wach sind. Allerdings verdoppelt sich nach Schlafentzug die Schlafmenge nicht, sondern der Schlaf intensiviert und vertieft sich", so der Schlafforscher weiter.