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Für Säuglinge, die nicht oder nicht voll gestillt werden können, gibt es industriell hergestellte Säuglingsmilchnahrung. Man unterscheidet Säuglingsanfangsnahrungen ("Pre"- oder "1"-Nahrungen) und Folgenahrung ("2"-, "3"-Nahrung). 

Säuglingsanfangsnahrungen ("Pre"-oder "1"-Nahrungen) sind von Geburt an und für das gesamte erste Lebensjahr zur Ernährung geeignet. Sie können nach Bedarf des Kindes gefüttert werden.

Folgenahrung ("2"-, "3"-Nahrung) soll frühestens mit Beginn der Beikostfütterung eingeführt werden (also frühestens ab dem fünften Monat).

Säuglingsmilch selbst herstellen?

Die Säuglingsmilchnahrung bitte nicht aus Milch oder anderen Rohstoffen selbst herstellen! Und auch Spezialnahrungen für Säuglinge sollen nur nach Rücksprache mit dem Kinder- und Jugendarzt gefüttert werden.

Prä- und Probiotika

Zur Wirkung von Probiotika (Milchsäure bildende Bakterien) und Präbiotika (nicht verdauliche Kohlenhydrate) auf die Gesundheit von Kindern liegen keine eindeutigen Ergebnisse vor. Wie sinnvoll die Zugabe von Pro- und Präbiotika zu Säuglingsnahrungen ist, ist derzeit nicht geklärt.

Allergieprävention

Die beste Allergieprävention ist viermonatiges volles Stillen. Für nicht oder nicht voll gestillte Säuglinge gilt: Sind Eltern oder Geschwister von einer Allergie betroffen, sollten Säuglinge im ersten Lebenshalbjahr eine HA-Säuglingsnahrung (HA: hypoallergene Nahrung) erhalten, und zwar mindestens bis zum Beginn des fünften Monats.

Vorsicht bei Soja- und Tiermilch

Säuglingsnahrungen auf der Basis von Sojaeiweiß, Ziegen-, Stuten- oder einer anderen Tiermilch sind nicht zur Allergievorbeugung geeignet!

Die richtige Zubereitung von Säuglingsmilch

  • Säuglingsmilchnahrung muss immer frisch vor jeder Mahlzeit zubereitet werden! Nicht getrunkene Reste bitte verwerfen und nicht wieder aufwärmen.
  • Für die Zubereitung von Säuglingsmilchnahrung aus Pulver sollte frisches Trinkwasser (Leitungswasser) verwendet werden. Dazu das Wasser vorher ablaufen lassen, bis kaltes Wasser aus der Leitung fließt.
  • Von der Verwendung von Wasserfiltern wird abgeraten.
  • Das Wasser sollte für die Zubereitung der Säuglingsmilch auf 30 bis 40 Grad erwärmt werden.
  • Kein Trinkwasser aus Bleileitungen verwenden. Trinkwasser aus Hausbrunnen sollte nur nach Prüfung der Wasserqualität verwendet werden. Bei Hausleitungen aus Blei oder bei ungeprüften Hausbrunnen sollte abgepacktes Wasser bevorzugt werden, das "für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet" ist. Ein entsprechender Hinweis ist auf dem Etikett zu finden.
  • Flaschen und Sauger sollten nach jeder Mahlzeit gründlich gespült und gereinigt werden. Gummisauger sollten gelegentlich ausgekocht werden (bei Silikonsaugern nicht erforderlich).