Junge spielt mit einem Tablet
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Ständig online? Wie lange Kinder und Jugendliche täglich vor einem Bildschirm - ob groß oder klein - hängen, zeigt die TK-Studie zur Mediennutzung. 

In nahezu jedem Haushalt gibt es Smartphone, Tablet, PC und TV. Elektronische Medien sind ständige Begleiter der Jugendlichen. Die TK wollte es genau wissen: Wie sehr tauchen die Jugendlichen digital ab? Wie viel Zeit bleibt ihnen noch für Sport, für Treffen mit ihren Freunden in der realen Welt oder Lesen eines Buches?

Deshalb haben wir das Meinungsforschungsinstitut Forsa mit einer Studie zur Gesundheit und Mediennutzung von Jugendlichen beauftragt. Forsa befragte dafür 1.000 Eltern von 12- bis 17-jährigen Kindern und Jugendlichen im Juli 2014. Das sind die wichtigsten Ergebnisse:

  • 50 Prozent der Jugendlichen surft nach Ansicht ihrer Eltern zu viel.
  • Nur sechs von zehn Eltern haben mit ihrem Kind ein Limit für den Onlinekonsum abgesprochen.
  • In 30 Prozent der Familien gibt es zudem keine Absprachen, auf welchen Seiten das Kind im Internet unterwegs sein darf.
  • Je älter die Eltern, desto weniger setzen sie sich damit auseinander, was ihr Nachwuchs im Netz macht.
  • Kinder, deren Eltern den Onlinezugang auch technisch limitieren, bewegen sich in der Freizeit mehr.
  • Durchschnittlich jeder siebte Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren in Deutschland leidet unter Kopfschmerzen. Extremsurfer sind mit 26 Prozent mehr als doppelt so häufig betroffen.

Wenn online zu "offlife" wird

Wenn es Jugendlichen schwerfällt, das Smartphone auch mal aus der Hand zu legen, wenn online immer häufiger "off life" bedeutet und wenn Eltern das Gefühl haben, dass andere Hobbys, die bisher mit Leidenschaft betrieben wurden, uninteressant werden, kann aus überdurchschnittlichem Konsum auch Sucht werden. Fast jeder achte Elternteil gab an, dass das Kind bereits erste Anzeichen von Onlineabhängigkeit erkennen lässt. Besonders betroffen sind die 14- und 15-Jährigen. Hier zeigt jeder sechste Jugendliche suchtähnliches Verhalten.

Die Daten zeigen aber auch: Ein Leben ohne Fernsehen, Surfen oder Chatten ist möglich - auch für Jugendliche. Etwa jeder zehnte Jugendliche verzichtet darauf. Vielleicht gibt es doch Interessanteres zu tun...

Sie möchten mehr über die Ergebnisse wissen? Hier gelangen Sie zu der TK-Studie zur Medienkompetenz von Jugendlichen.