Schürfwunde am Knie
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Nach einem Festival sieht die Wiese häufig aus wie ein Schlachtfeld. Zum Glück gibt es deutlich weniger Verletzte. Falls doch mal beim Tanzen ein Ellenbogen an der falschen Stelle landet, helfen diese Tipps zur Ersten Hilfe. 

Die häufigsten Verletzungen

Sonnenbrand

Schön, dass man auf den Sommer-Festivals die meiste Zeit in der Sonne ist. Doch wer sich nicht ausreichend eincremt, hat es schnell mit einem Sonnenbrand zu tun. Dieser verdirbt einem leicht die gute Festival-Laune. Damit sich das in Grenzen hält und man den Rest des Festivals auch mit Sonnenbrand genießen kann:

  • jede weitere Sonneneinstrahlung vermeiden und den Körper durch Kleidung schützen
  • handelsübliche Lotionen oder ein Gel zur Behandlung eines leichten Sonnenbrands können hilfreich sein
  • auch feuchte Umschläge mit Quark oder Joghurt wirken schmerzlindernd
  • schält sich die Haut nach einigen Tagen, kann mit Cremes verhindert werden, dass sie austrocknet
  • bei starken Verbrennungen, bei denen sich Bläschen bilden, sofort ab zum Arzt!

Schnitt- und Schürfwunden

Beim Moshen geht es manchmal ziemlich heftig ab, aber auch fernab des Pits kann man sich verletzen - ob man nun in eine Scherbe tritt oder sich beim Öffnen der Ravioli-Dose am Deckel schneidet. Alles halb so schlimm, wenn man folgendes beachtet:

  • Kleinere Wunden mit klarem Wasser reinigen und mit einem Pflaster oder lockerem Verband vor Infektionen schützen.
  • Tiefere, stark blutende und verunreinigte Verletzungen auf jeden Fall von einem Arzt behandeln lassen!

Insektenstiche und Zeckenbisse

Besonders im Hochsommer stürzen sich gern blutrünstige Mücken und andere Insekten auf uns. Die Stiche sind unangenehm, aber nur bei allergischen Reaktionen oder Stichen im Mund sollte man vorsichtig sein und schnell reagieren:

  • den Betroffenen beruhigen,
  • den Notarzt rufen oder den schnellsten Sprinter der Gruppe zum Ersthelfer-Zelt schicken
  • bis Hilfe eintrifft, können bei Stichen im Mund- und Rachenbereich Eiswürfel gelutscht werden und die Schwellung durch Kühlung von außen gemindert werden
  • bei leichten äußeren Stichen hilft es mit Cool-Packs, nassen Waschlappen oder Eiswürfeln in einer Socke zu kühlen.

Sollte sich eine Zecke beim Tanz im Gras in der Haut festgesaugt haben, sollte diese mit Hilfe einer Zeckenzange oder Pinzette so nah wie möglich an der Haut gegriffen und entfernt werden. Wichtig: Der Zeckenkörper darf dabei nicht zerdrückt werden.

Knochenbrüche

Kommt es durch einen unglücklichen Sturz beim Stage-Diving oder sonstige Gewalteinwirkung zu einem Knochenbruch, sind folgende Maßnahmen erforderlich:

  • den Betroffenen in Sicherheit bringen und beruhigen,
  • den Notarzt rufen,
  • den betroffenen Körperteil bis zum Eintreffen des Notarztes so lagern, dass er ruhig bleibt und jede Bewegung oder Belastung vermeiden! Dabei kann der gebrochene Körperteil mit einer Decke oder anderen weichen Materialien vorsichtig ab gepolstert werden.
  • Wunden bei offenen Brüchen mit keimfreien Tüchern oder Verbänden abdecken, um sie vor Schmutz zu schützen.
  • den Verletzten nicht allein lassen, bis er sich in ärztlicher Behandlung befindet.

Alkoholvergiftung

Die häufigste Vergiftung bei Erwachsenen und nicht zu unterschätzen! An diesen Symptomen erkennt man eine Alkoholvergiftung:

  • Bewusstseinsstörungen in unterschiedlicher Ausprägung
  • Übelkeit, Erbrechen und krampfhafte Bauchschmerzen sind möglich
  • Schweißausbrüche, Unruhe, Herzrasen, Schwindel und Atemnot
  • je nach Schwere der Vergiftung kann es zum Atem- und Kreislaufstillstand kommen!

Auf jeden Fall sofort einen Notarzt oder Sanitäter rufen!

Durchfall

Kommt häufig vor, ist aber nicht ganz so schlimm.

Bei leichtem Durchfall sollte man auf jeden Fall viel trinken, jedoch keinen Alkohol, um die Wasser- und Mineralstoffverluste auszugleichen.

Hält der Durchfall länger an, ist dieser blutig, schwarz oder eitrig, sollte auf jeden Fall sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch dann, wenn es zu hohem Fieber, starken Schmerzen und Flüssigkeitsmangel kommt.

Kopfschmerzen

Meistens helfen schon ein bisschen frische Luft, ein großer Schluck Wasser, kalte Kompressen oder einfache Schmerzmittel. Ein Espresso mit Zitronensaft oder die Schläfen mit ein paar Tropfen Pfefferminzöl zu massieren, hilft auch.

Nasenbluten

Beim Pogen einen Ellenbogen ins Gesicht bekommen und jetzt blutet die Nase? Halb so schlimm, meist hört es von selbst wieder auf. Mit diesen Tipps geht es aber schneller:

  • den Kopf nach vorne neigen, damit das Blut nicht in den Rachen läuft und Übelkeit verursacht
  • mit Daumen und Zeigefinger die Nasenflügel für einige Minuten fest zusammenpressen
  • wenn vorhanden ein Cool-Pack oder einen nasskalten Waschlappen in den Nacken legen

Sollte keine der oben genannten Maßnahmen helfen, dann unbedingt ab zum Arzt!

Sonnenstich

Zu lange ohne Schutz für Kopf und Nacken in der prallen Sonne gestanden oder gesessen? Folgende Symptome weisen auf einen Sonnenstich hin:

  • Kopfschmerzen begleitet von Übelkeit und Erbrechen
  • Mattigkeit oder Verwirrtheit
  • im Unterschied zur vergleichsweisen kühlen Körpertemperatur ist der Kopf hochrot und überwärmt
  • Ohrgeräusche
  • ein steifer Nacken und die Kopfschmerzen verstärken sich, wenn der Kopf nach vorne gebeugt wird
  • Kreislaufkollaps durch einen erniedrigten Blutdruck

Liegt ein Sonnenstich vor, steht die Kühlung des Betroffenen im Vordergrund. Die Person sollte sofort aus der Sonne geholt werden und der Kopf mit feuchten, kühlen Tüchern oder einen kalten Dusche gekühlt werden. Die Betroffenen fühlen sich meist besser, wenn ihr Oberkörper leicht erhöht liegt. In schweren Fällen oder bei Bewusstlosigkeit muss sofort der Notarzt gerufen werden!