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Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte oder Allergien - Urlaubsreisen können für Hautkranke und Allergiker zur Herausforderung werden. Hier finden Sie Tipps für einen möglichst beschwerdefreien Urlaub von der Wahl des Reiseziels bis zum Verhalten vor Ort. 

Zu viel Sonne, Pollen oder extreme Klimabedingungen können Menschen mit Allergien und Hautkrankheiten den Urlaub verderben. Wer davon betroffen ist, kann durch einige Vorsichtsmaßnahmen Beschwerden vorbeugen.

Empfehlungen für Reisende mit Akne

  • Sprechen Sie vor dem Urlaub mit Ihrem Hautarzt über das Reiseziel.
  • Während Sonnenlicht in der richtigen Dosierung Entzündungen hemmt, verschlimmert ein Sonnenbrand in der Regel eine Akne.
  • Akne-Medikamente können die Hornschicht der Haut verdünnen. Dadurch verträgt die Haut die Sonne schlechter. Ähnliches gilt für bestimmte Antibiotika. Auch sie können bei Sonnenbestrahlung zu unangenehmen Hautreaktionen führen.
  • Bei einem Aufenthalt in tropischen Regionen sind eine gründliche Körperpflege und ein Entfetten der Haut durch medizinische Lösungen ratsam. 

Empfehlungen für Reisende mit bekannter Allergie

Lange Aufenthalte im Freien, kombiniert mit Pollen, Sporen, stechenden Insekten oder Luftverschmutzung stellen für empfindliche Personen mögliche Auslöser für Allergie- und Asthma-Anfälle dar. Das können Sie tun: 

  • Beachten Sie bereits bei der Reiseplanung alle Faktoren, die zu einem unerwünschten Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen führen können. Im Mittelmeerraum setzt die Gräserblüte beispielsweise früher ein als in Deutschland.
  • Je nach Ausprägung der Allergie können Sie zusammen mit Ihrem behandelnden Arzt ein "Notfallset" zusammenstellen. Auch Ihre Reisebegleitung sollte vom Arzt im Umgang mit diesen Medikamenten geschult werden.
  • Gekochte und gegarte Nahrungsmittel lösen seltener Allergien aus als rohe.
  • Auch unbekannte exotische Früchte und Speisen können Allergien auslösen. Seien Sie insbesondere zurückhaltend mit rohem Fisch, Krustentieren und gemischt zubereiteten Mahlzeiten, bei denen Ihnen die Inhaltsstoffe nicht bekannt sind.

Empfehlungen für Reisende mit Neurodermitis

Die Ursachen für entzündlich-allergische Hauterkrankungen sind neben ererbten Faktoren Allergene aus der Umwelt, Reizstoffe der Haut sowie klimatische und auch psychische Faktoren wie Stress. Geeignete Reiseziele sind Orte, die ein Reizklima mit nicht zu hohen Sommertemperaturen und einer regelmäßigen Luftbewegung aufweisen. Hierzu zählen beispielsweise Reiseziele an der Nordsee. 

  • Extrem trockene Klimabedingungen sind ebenso ungünstig wie ein feucht-warmes Tropenklima.
  • Die Kombination aus Baden im Meer und mäßigem Sonnenbaden oder der Aufenthalt in Höhenlagen um die 1.500 Meter dagegen lässt die Hautbeschwerden häufig abklingen.
  • Unter feucht-warmen Bedingungen sollten Sie stark fettende Salben vermeiden.
  • Berücksichtigen Sie bei der Reiseplanung, dass übermäßiger Stress vor und während der Reise zu stärkeren Beschwerden führen kann.
  • Unter extrem trockenen Klimabedingungen oder nach einem ausgedehnten Bad sollten Sie Ihre Haut nachfetten.
  • Verwenden Sie auch im Reiseland Ihre gewohnten Salben und bewährten Pflegemittel. Nehmen Sie einen ausreichenden Vorrat mit, damit Sie nicht Präparate verwenden müssen, dessen Wirkung auf Ihre Haut Sie nicht einschätzen können. 

Empfehlungen für Reisende mit Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris)

Die Krankheitsschübe können durch physikalisch-chemische Reize, Allergene in der Umwelt, Medikamente, Infektionen, Alkohol und Stress ausgelöst werden. 

  • In feucht-warmen Klimazonen sollten Sie auf stark fettende Salben verzichten. Denn Überfettung und Luftabschluss können zusätzliche Hauterkrankungen auslösen.
  • Berücksichtigen Sie bei der Reiseplanung, dass übermäßiger Stress vor und während der Reise zu stärkeren Beschwerden führen kann.
  • Nehmen Sie nicht zu viele Kalorien zu sich und seien Sie zurückhaltend mit Ihrem Alkoholkonsum.
  • Insektenstiche und Hautverletzungen können neue Schübe auslösen. Legen Sie deshalb besonderen Wert auf ausreichenden Mückenschutz.
  • Setzen Sie kein Chloroquin zur Malariaprophylaxe ein. Es kann die Symptome verschlimmern.
  • Verwenden Sie auch im Reiseland Ihre gewohnten Salben und bewährten Pflegemittel. Nehmen Sie einen ausreichenden Vorrat mit, damit Sie nicht Präparate verwenden müssen, deren Wirkung auf Ihre Haut Sie nicht einschätzen können.