Frau hält sich wegen Bauchschmerzen den Bauch
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Die leckere Suppe vom Imbiss, die Frucht am Nachmittag oder der Cocktail mit Eiswürfeln am Abend: Auf Reisen können sie die Ursache für einen heftigen Durchfall sein - wenn sie mit Krankheitserregern infiziert waren. 

Durchfall ist auf Reisen sehr häufig. Erreger können Viren, Bakterien oder Parasiten sein. Meist verschwindet der Durchfall nach drei bis vier Tagen von selbst.

Zum Arzt bei blutigen Durchfällen und/oder Fieber

Bei Durchfällen mit Blut oder Schleim im Stuhl sowie bei Fieber, Erbrechen und Schmerzen müssen Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, unter anderem, um eine Malariaerkrankung, Cholera, Typhus oder eine andere schwere Erkrankung auszuschließen.

Eine Selbsttherapie ohne ärztliche Diagnose ist beim Auftreten dieser Symptome nicht ratsam. Wenn zunächst kein Arzt erreichbar ist, sollten Sie unbedingt auf den Ausgleich Ihres Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalts achten. Eine Notfalltherapie darf einen anschließenden Arztbesuch nicht ersetzen!

Auch wenn der Durchfall länger als zwei Tage anhält, sollten Sie zum Arzt gehen. Bei schweren Durchfallerkrankungen wird der Arzt gezielte diagnostische Maßnahmen einleiten, zum Beispiel Stuhluntersuchungen.

Wichtigste Regel: Viel trinken

Da der Körper aufgrund des Durchfalls Flüssigkeit und Salz verliert, sollten Sie viel trinken, und zwar häufig und in kleinen Mengen. Zum Beispiel Tee, Softdrinks, Hühnerbrühe oder eine orale Rehydrationslösung. Diese können Sie auch selbst herstellen: aus einem Liter abgekochtem Wasser, einem Glas Orangensaft, fünf Esslöffeln Zucker und 1,5 Esslöffeln Salz.

Diät bei Reisedurchfall

Prinzipiell ist es nicht notwendig, eine spezielle Diät einzuhalten. Auf Milchprodukte und sehr fette Speisen sollten Sie aber verzichten, weil sie weitere Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen können.

Ansonsten sollten Sie essen, worauf Sie Appetit haben. Empfehlenswert sind zum Beispiel kohlehydrathaltige Speisen wie Kartoffeln, Nudeln, Reis, Bananen.

Vorsicht mit stopfenden Medikamenten

Stopfende Medikamente, die die Darmaktivität verringern, sollten Sie nur im Notfall anwenden. Sie verringern zwar die Beschwerden, aber auch die Fähigkeit des Körpers, die Erreger der Durchfälle und deren Gifte rasch auszuscheiden.

Liegt eine bakterielle Infektion vor, wird der Arzt Antibiotika verordnen, um die Erreger zu bekämpfen.

Schutzmaßnahmen vor Durchfall

Als Risiko-Lebensmittel gelten: rohes Fleisch oder roher Fisch, rohe, kalte, abgestandene Speisen, Schinken, Wurst, Salate, Eiswürfel, Speiseeis, offene Kaltgetränke nicht industrieller Herkunft oder auch in Plastikfolie verpackte Nahrungsmittel wie zum Beispiel Früchte.

Auf Reisen gilt die Empfehlung, nur gekochte oder geschälte Nahrungsmittel zu sich zu nehmen ("Cook it, peel it or forget it“). Auch zum Zähneputzen sollten Sie in Risikogebieten lieber Mineralwasser oder abgekochtes Wasser statt Leitungswasser verwenden.

Unabhängig von lebensmittelhygienischer Vorsicht ist gerade in warmen Ländern besonderer Wert auf persönliche Hygiene zu legen. Hierzu gehört das regelmäßige Waschen der Hände vor und nach dem Essen. Stehen Ihnen nur mehrfach benutzte Stoffhandtücher zur Verfügung, lassen Sie Ihre Hände besser an der Luft trocknen.

Außerdem gibt es inzwischen eine Impfung gegen Cholera, die auch vor einigen anderen Durchfall auslösenden Bakterien (enterotoxinbildende Escherichia coli) schützt.